Der 17-jährige Julian wohnt mit seiner Mutter Clara in einem idyllischen Dorf an der Ostseeküste. Mit zwölf Jahren wurde er Zeuge des Mordes an seinem Vater. Doch er kann sich an nichts erinnern. Der Mörder wurde nie gefunden. Als der Architekt Philip plötzlich im Dorf auftaucht und vorgibt, auf der Suche nach einem passenden Grundstück für eine Feriensiedlung zu sein, wird Julian misstrauisch. Clara verliebt sich in den Fremden, aber Julian ist sicher, dass der Mann der Mörder seines Vaters ist. Clara glaubt, dass Julian sich mit seinen Spekulationen lächerlich macht, doch der Junge beginnt zu recherchieren und entdeckt dabei eine schreckliche Wahrheit ...

Regisseur Urs Egger ("Die Rückkehr des Tanzlehrers") inszenierte hier ein stimmiges Psychodrama, dass dank der guten Darsteller und des psychologisch ausgefeilten Drehbuchs spannende Unterhaltung bietet. In der Rolle des jungen Julian ist der 1988 geborene Marco Bretscher-Coschignano zu sehen, der bereits 1996 in Sönke Wortmanns missratener Komödie "Das Superweib" einen ersten kleinen Filmauftritt hatte. Danach stand er für so unterschiedliche Filme wie "Dich schickt der Himmel" (2000), "Wie buchstabiert man Liebe?" (2001), "Sehnsucht nach Liebe" (2004) und "Die Leibwächterin" (2005) vor der Kamera. Und mit Herbert Knaup drehte Marco ebenfalls 2005 "Mein Vater, seine Neue und ich".

Foto: ZDF/Gordon Mühle