Seit seiner Kindheit von Homers "Ilias" begeistert, will der archäologische Autodidakt Heinrich Schliemann beweisen, dass das Buch den Weg zum legendären Troja weist. Die Gelehrtenwelt belächelt seine Pläne. Allen voran Oskar Neumann, der jedoch aus Angst vor einem Erfolg gegen ihn intrigiert. Doch Schliemann zeigt sich unbeirrt, heiratet die Griechin Sophia, die seinem Idealbild von Helena entspricht, und stürzt sich gemeinsam mit ihr in sein größtes Abenteuer: die Suche nach dem Schatz von Troja...

Regisseur Dror Zahavi inszenierte diese nur teilweise historisch verbürgte Geschichte wie einen knallbunten Abenteuerfilm, der manchmal fast wie eine Räuberpistole nach Karl May wirkt. Aber gerade das macht den Reiz des Zweiteilers aus, den Zahavi, der in vielen Genres zu Hause ist, nach dem Drehbuch des US-Amerikaners Don Bohlinger ("Die Rückkehr des Tanzlehrers", "Tornado - Der Zorn des Himmels", "Das Experiment", "Die Nacht, in der ganz ehrlich überhaupt niemand Sex hatte") inszenierte. Zahavi drehte zuvor schon so unterschiedliche Filme wie "Zwei Mädels auf Mallorca - Die heißeste Nacht des Jahres", "Der Mann von nebenan" und "Die Luftbrücke - Nur der Himmel war frei", ebenfalls mit Heino Ferch. An der Seite von Ferch als Schliemann ist die attraktive französische Darstellerin Mélanie Doutey erstmals in einer größeren Rolle im deutschen Fernsehen zu sehen. Kinogänger können sich vielleicht an ihre Rolle in Claude Chabrols Thriller "Die Blume des Bösen" erinnern.