Ein 16-jähriger Junge erschießt mit einem Revolver einen Wachmann und rast in einem gestohlenen Mercedes davon. Im Wagen sitzt ein junges Mädchen, das gerade einen Selbstmordversuch hinter sich hat. Die beiden verbringen eine halbe Nacht in einem Motel, bei Tagesanbruch finden sie sich auf einer grünen Wiese wieder. An einer Tankstelle legt der Junge einen Angestellten um. Der Inspektor erscheint am Tatort und will sich den Jungen greifen - aber der will sich nicht greifen lassen ...

Regisseur Ray Loriga verarbeitete hier den eigenen Roman "Caídos de cielo" zu einem Drehbuch. Loriga, 1967 in Madrid geboren, liebt Jean-Luc Godard und die Nouvelle Vague, war Co-Autor von Pedro Almodóvars "Live Flesh - Mit Haut und Haar" und ist einer der bekanntesten Nachwuchsautoren Spaniens. Als er das Angebot erhielt, aus seinem vierten Roman einen Film zu machen, schrieb er einige Dialoge um und inszenierte eine lakonische Bonnie-und-Clyde-Geschichte, in der die jungen Liebenden weder diffamiert, noch zu noblen Außenseitern stilisiert werden.