Während des amerikanischen Bürgerkriegs wird ein Regiment an die Front verlegt. Obwohl viele Soldaten bereits jetzt schon von ihren bevorstehenden Heldentaten prahlen, gibt es einen unter ihnen, der vor allem eines hat: Todesangst. Beim ersten Angriff sucht der Angsthase verzweifelt sein Heil in der Flucht, wird aber von den eigenen Leuten niedergestreckt. Dadurch allerdings wird er zum Helden wider Willen und erhält sogar die rote Tapferkeitsmedaille ...

John Hustons Film nach dem gleichnamigen Roman von Stephen Crane, der auch bei uns unter den Titeln "Das Blutmal" und "Das rote Mal der Tapferkeit" erschienen ist, handelt von der dünnen Trennungslinie zwischen Feigheit und Heldentum und wurde als schonungslos realistisches Kriegsdrama angelegt und mit Audie Murphy, dem höchstdekorierten Soldaten der amerikanischen Militärgeschichte, kongenial besetzt. Konflikte mit der Produktionsfirma MGM führten allerdings dazu, dass der Film weitgehenden Schnitten unterzogen wurde und Hustons pazifistische Absichten nur noch andeutungsweise sichtbar blieben. Die wechselvolle Entstehungsgeschichte des Films hat Lillian Ross in ihrem großartigen und überaus spannenden Buch "Picture" festgehalten, das hierzulande unter dem Titel "Film - Eine Geschichte aus Hollywood" veröffentlicht wurde.

Foto: MGM