Am Morgen des 20. Juli 1944 werden in Berlin die Weichen für einen lange geplanten Staatsstreich gestellt, von dem man sich für Deutschland eine Schicksalswende erhofft: Generaloberst a. D. Beck bereitet die Proklamation vor, Generaloberst a. D. Hoepner fährt zu General Olbricht, um vom OKH in der Bendlerstraße aus die Aktionen zu leiten. Um 10.30 Uhr fliegt Oberst Graf von Stauffenberg mit seinem Adjutanten von Haeften nach Ostpreußen, um während der Lagebesprechung im Führerhauptquartier Adolf Hitler mit einer Bombe zu töten. Doch das Attentat schlägt fehl. Ein Offizier hatte die störende Tasche mit der Bombe aus Hitlers Nähe an das Ende des Tisches geschoben. Als von Stauffenberg drei Stunden später in Berlin eintrifft und von der Bendlerstraße noch keine Aktionen ausgegangen sind, bestätigt er in Unkenntnis der Sachlage: Hitler ist tot. Und während der Ausnahmezustand verhängt und die Befehle des Generalfeldmarschalls von Witzleben in Kraft gesetzt werden, meldet Feldmarschall Keitel Generaloberst Fromm: Hitler lebt...

1955 nahmen sich gleich zwei Regisseure des fehlgeschlagenen Attentats auf Hitler am 20. Juli 1944 an: Falk Harnack, ein Bruder des als führendes Mitglied der Widerstandsgruppe "Rote Kapelle" hingerichteten Arvid Harnack, der selbst als eine Art Koordinator diverser Widerstandsgruppen im "Dritten Reich" fungierte, drehte mit Wolfgang Preiss das Geschichtsdrama "Der 20. Juli". Dagegen zeichnete für "Es geschah am 20. Juli" der deutsche Meisterregisseur Georg Wilhelm Pabst verantwortlich, der bereits in den Zwanzigern Klassiker wie "Der Schatz" und "Die freudlose Gasse" inszenierte. In der Rolle des Grafen von Stauffenberg glänzt der Anfang 2000 verstorbene Regisseur, Autor und Schauspieler Bernard Wicki.