Hongkong, Ende der Fünfzigerjahre: Seit seiner Flucht aus der Heimat vagabundiert der Europäer Mark Conrad (Curd Jürgens, Foto mit Sylvia Sims) durch Asien. Nachdem er in Hongkong in betrunkenem Zustand eine Massenschlägerei angezettelt hat, wird er aus der britischen Kronkolonie abgeschoben. Ausgerechnet der bärbeißige Kapitän Hart, der bei der Schlägerei ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde, soll Conrad auf seiner Fähre nach Macao transportieren. Widerwillig befolgt Hart die Anordnung der Behörden. Umso größer ist sein Entsetzen, als die Grenzbeamten im Hafen von Macao den verhassten Conrad wieder abweisen - auch sie wollen den Unruhestifter nicht in ihrem Land haben. So hat Conrad keine andere Wahl, als für unbestimmte Zeit auf Harts Fähre auszuharren. Gefangen auf dem Schiff und konfrontiert mit dem Hass des Kapitäns, freundet sich der trotzige Lebemann schnell mit seiner Situation an ...

Mit "Fähre nach Hongkong" drehte "James-Bond"-Regisseur Lewis Gilbert ("James Bond 007 - Man lebt nur zweimal", "James Bond 007 - Moonraker - Streng geheim") einen spannenden Abenteuerfilm mit Top-Besetzung. In den Hauptrollen ist neben Orson Welles einer der wenigen internationalen Stars zu sehen, die der deutsche Film in den Fünfzigerjahren hervorgebracht hat: Curd Jürgens. Der arbeitete mit Regisseur Lewis 18 Jahre später auch in dem "Bond"-Streifen "James Bond 007 - Der Spion, der mich liebte" zusammen. An Jürgens Seite spielt die in London geborene Charakterdarstellerin Sylvia Sims eine ihrer frühen Rollen. Zuschauern dürfte sie aus späteren Auftritten in Filmen wie "Geheimaktion Crossbow", "Irrgarten des Schreckens", "Was Mädchen wollen" und "Die Queen" bekannt sein.

Foto: ARD/Degeto