Durch einen anonymen Hinweis kommen Inspector George Gently und Sergeant John Bacchus in den Besitz eines Koffers mit 208 abgelaufenen britischen Pässen, die der Kleinkriminelle Jimmy Cochran bei seiner Flucht vor der Polizei zurück lässt. Hier wird offenbar Betrug in großem Ausmaß betrieben, denn die Pässe sind auf dem Schwarzmarkt ein Vermögen wert. Die Befragung des Passamtsleiters Philip Saint bleibt zunächst ohne konkrete Hinweise. Wie sich jedoch herausstellt, arbeitet Cochrans ehemalige Verlobte Maggie Alderton dort und war auch verantwortlich für die Versendung der Papiere zur Vernichtung nach London. Maggie und Jimmy haben sich getrennt, als sich bei der Geburt des vermeintlich gemeinsamen Kindes herausstellt, dass dieses farbig ist. Am nächsten Tag wird die junge Frau tot aus dem Wasser gezogen, vergewaltigt und erwürgt. Gently und Bacchus retten in letzter Sekunde ihr Baby, das der Mörder am Strand zurückgelassen hat. Wurde Maggie aus rassistisch motivierten Gründen umgebracht, weil sie 1964 ein schwarzes Kind von einem unbekannten Vater bekommen hat? Oder steht Jimmys Kriegspfad gegen seinen arabischen Geschäftspartner Hamed in Verbindung mit Maggies Ermordung? Gently und Bacchus geraten im Verlauf ihrer Ermittlung schnell zwischen die Fronten ...

Nach "George Gently - Der Unbestechliche - Der Verbrannte" und "George Gently - Der Unbestechliche - Die Schuld der Väter" ist dies der dritte Krimi, den Ciaran Donnelly mit Martin Shaw in seiner Paraderolle als Detective Inspector George Gently in Szene setzte. Der sieht sich in "Böses Blut" den Abgründen von Rassismus und latenter Fremdenfeindlichkeit ausgesetzt. Nach den Romanen von Alan Hunter inzeniert, ist Gently hier einmal mehr auf die Unterstützung seines Assistenten Sergeant John Bacchus angewiesen, der von dem britischen TV-Darsteller Lee Ingleby verkörpert wird. Der 1976 im englischen Burnley geborene Darsteller dürfte deutschen Zuschauern aus Filmen wie "Master and Commander - Bis ans Ende der Welt", "Die letzte Legion" und "Ein Ort für die Ewigkeit" bekannt sein.

Foto: ZDF/Bernard Walsh