Pierre Fôret ist ein professioneller "Anheizer": Täglich bringt er mit schlechten Gags das Publikum in Fernsehstudios auf Touren. Doch Pierre kann nicht mehr. Ausgebrannt, seit sechs Tagen ohne Schlaf, entführt er das Idol seiner Jugend, den Sänger Clovis Costa, und hält ihn in der Wohnung seiner Kindheit gefangen. Außerdem dabei: Pierres toter Vater. Und die Erinnerung an eine Zeit, als Pierre noch an das große Glück glauben konnte. Draußen zieht die Polizei die Schlinge immer enger um den Entführer, während drinnen in der Wohnung das tödliche Spiel seinen Lauf nimmt. Da erscheint plötzlich eine vertraute Gestalt auf dem Fernsehbildschirm ...

Helden ist das Langfilmdebüt des französischen Regisseurs Bruno Merle, der Hitchcock, den Klassizismus und Darren Aronofskys Drama "Requiem for a Dream" als Inspirationsquellen für seinen ungewöhnlichen Psychothriller nennt. Als Kammerspiel inszeniert, überzeugt Merles Regiearbeit besonders durch die außergewöhnliche Bildsprache (TV- und DV-Bilder wechseln mit 35-mm-Bildern) und die hervorragend aufgelegten Hauptdarsteller Michaël Youn ("Isnogud - Der bitterböse Großwesir"), der auch am Drehbuch mitschrieb sowie Patrick Chesnais ("Man muss mich nicht lieben", "Die schönste Geschichte der Welt", "Die Vorleserin").

Foto: arte F/Jaïr Sfez