Während seiner Lehrzeit ist Bruno Melzer noch voller Hoffnung, einmal aus der Mittelmäßigkeit seines Lebens ausbrechen zu können. Aber der Traum vom Schmied des eignen Glücks erweist sich als brüchige Utopie: Er heiratet eine Zufallsbekanntschaft, als sie ein Kind von ihm erwartet. Als seine Frau Jahre später an Krebs erkrankt und stirbt, muß Melzer plötzlich alleine die Verantwortung für drei Kinder tragen.

Gernot Wolfgrubers zweiter Roman wurde in seiner Heimat, dem Waldviertel, wo auch die Handlung des Romans angesiedelt ist, von Axel Corti verfilmt. Corti, ein Kenner und Bewunderer von Wolfgrubers Romanen, lobt vor allem die Präzision, mit der er die Menschen beschreibt. Wolfgruber selbst im ländlichen Arbeitermilieu aufgewachsen, schlug sich zunächst als Lehrling und Hilfsarbeiter durchs Leben, holte das Abitur nach und absolvierte sogar ein Universitätsstudium.