Der evangelische Knast-Pastor Georg Färber verbirgt hinter seiner rauhen Schale ein weiches Herz, das ihn für Leichtgläubigkeit anfällig macht. Und die wird prompt bestraft: "Glauben ist gut, Kontrolle ist besser," wirft ihm der Probst vor, als Färber ein frisch getrautes Bankräuberpaar entkommen läßt. Weil er noch dazu bereit war, "aus dem Gotteshaus ein Freudenhaus zu machen", wird Färber strafversetzt - ins multikulturelle Hamburger Schanzenviertel. Dort kämpft eine kleine Gemeinde im Durchschnittsalter von 70 Jahren verbittert gegen den Untergang...

Tja, in diesem TV-Film werden reichlich viele Klischees aufgefahren. Nicht nur, daß die Kirche hier eine deftige Verjüngungsspritze verabreicht bekommt, nein: Es werden hier auch Rassismus, Kirchenasyl, der Pastor im Trucker-Outfit und die Liebe zur Lehrerin und Schmierereien an der Kirchenmauer thematisiert. Ach ja, da gibt es auch noch den schwulen Kantor. Trotz einiger guter Ansätze und sehenswerter Darsteller verkommt leider alles in platter Unterhaltung ohne besonderes Niveau.