Mit viel Idealismus betreibt die sensible Marie einen Buchladen in einer sächsischen Kleinstadt. Da das Geschäft alles andere als gut läuft, hat sie einen zusätzlichen Job als Näherin in einer Spielzeugmanufaktur angenommen. Mit der Zukunft dieses Traditionsbetriebs steht es allerdings auch nicht zum Besten: Nach dem Tod des alten Besitzers wurde die Firma an einen großen Spielwarenkonzern verkauft. Zwar beteuert der neue Geschäftsführer Klaus Sandmann, die Firma weiterführen zu wollen - doch schon bald stellt sich heraus, dass der schlitzohrige Manager das Werk in Wirklichkeit zu schließen beabsichtigt. Damit ist einmal mehr Maries Kampfgeist geweckt: Gemeinsam mit ihren Kolleginnen schmiedet sie einen gewitzten Plan, um den Betrieb zu retten ...

2007 drehte Peter Weissflog mit "Bezaubernde Marie" einen typischen Gut-Menschen-Film ohne sonderlich großen Tiefgang, der ganz auf seine Hauptdarstellerin Marianne Sägebrecht zugeschnitten ist. Darauf setzt nun auch Regisseurin Ariane Zeller ("Verführung in 6 Gängen") in dieser braven, aber durchaus gut besetzten Familienkomödie, die sie nach dem Buch des Autorinnen-Duos Katharina Hajos und Constanze Fischer ("Lotti auf der Flucht", "Dornröschens leiser Tod") inszenierte.

Foto: ARD/Degeto/Hans-Joachim Pfeiffer