Anna Schudt

Mein Bruder kann nicht der Mörder sein! Joachim
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Mein Bruder kann nicht der Mörder sein! Joachim Król und Anna Schudt
Anna Schudt
Geboren: 23.03.1974 in Konstanz, Deutschland

Sie gehört zu den interessantesten Charakter-Darstellerinnen der jüngeren Generation in Deutschland: Anna Schudt. Gleich nach der Ausbildung an der Otto Falckenberg Schule wurde sie für das renommierte Ensemble der Münchner Kammerspiele engagiert (1994-1999). Anschließend wechselte sie in das von Thomas Ostermeier neu gegründete Ensemble der Berliner Schaubühne. 2001 engagierte Dieter Dorn sie ans Bayerische Staatsschauspiel. Die "Louise Millerin" in Schillers "Kabale und Liebe" und die "Maria Stuart" in Schillers gleichnamiger Tragödie begründeten auch über München hinaus ihren Ruf als versierte Theaterdarstellerin.

Darüber hinaus ist Anna Schudt schon seit Jahren immer wieder im TV zu sehen. Ihre erste kleine Rolle als Schulmädchen spielte sie bereits 1993 unter der Regie von Herbert Achternbusch in dessen Satire "Ab nach Tibet", konzentrierte sich dann aber erst einmal ganz auf ihr Theaterspiel. 1998 schließlich war sie wieder im Fernsehen zu sehen, als sie in einer Episode der Actionserie "Jets - Leben am Limit" zu bewundern war. 2001 allerdings sah man sie direkt in einer Hauptrolle als Geliebte von Edgar Selge in Diethard Klantes Ehedrama "Im Chaos der Gefühle". Klasse war auch ihre Doris an der Seite von Dieter Pfaff und Julia Jentsch in der "Bloch"-Episode "Bloch - Tausendschönchen" (2002).

Hervorragend war auch Anna Schudts Jelena Andrejewna in der TV-Inszenierung von Anton Tschechows "Onkel Wanja" im Haus der Berliner Festspiele 2004. Einem TV-Adelsschlag kam danach ihre Rolle in einer der populären Krimireihe "Tatort" gleich: In Christoph Starks Episode "Abgezockt" sah man sie an der Seite von Ulrike Folkerts und Sebastian Blomberg. Und dankbar war auch ihre Rolle in Tim Tragesers Gesellschaftsdrama "Emilia" (ebenfalls 2004), das ganz auf seine Hauptdarstellerin Senta Berger zugeschnitten war. Trotzdem war Deutschlands Regieriege auf die junge Darstellerin aufmerksam geworden, so dass Anna Schudt noch im gleichen Jahr von Ausnahmeregisseur Matti Geschonneck für desseb mehrfach preisgekrönte Literaturverfilmung "Die Nachrichten" verpflichtet wurde.

Große Anerkennung erhielt Anna Schudt schließlich auch für ihre Kinorolle in Christian Petzolds "Gespenster" (2005). Allein 2005 spielte die Darstellerin in fünf Fernsehfilmen: Man sah sie erneut an der Seite von Senta Berger in dem Krimi "Unter Verdacht - Willkommen im Club", Thomas Berger besetzte sie in seinem Krimi "Kommissarin Lucas - Das Verhör", während "Rose" eine Tragikomödie von Alain Gsponer war. Ein erneuter "Tatort"-Auftritt folgte in "Tatort - Schürfwunden", recht gelungen war auch Christine Kabischs Tragikomödie "Neue Freunde, neues Glück". Ein ungewöhnliches Kinodrama war dagegen Hans Sebastian Steinbichlers "Winterreise", in dem Anna Schudt die Filmtochter von Hauptdarsteller Josef Bierbichler gab. Außerdem war Anna Schudt 2006 sechs Folgen lang zusammen mit Christian Berkel und Frank Giering in der Reihe "Der Kriminalist" zu sehen, und seit 2012 gibt sie in dem Dortmunder "Tatort - Alter Ego" die Ermittlerin Martina Bönisch.

Weitere Filme mit Anna Schudt: "Unter Verdacht - Willkommen im Club" (2005), "TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine", "Auf ewig und einen Tag" (beide 2006), "Windland", "GG 19", "Tatort - Investigativ", "Einsatz in Hamburg - Die letzte Prüfung", "Mama arbeitet wieder" (alle 2007), "Alles was recht ist" (2008), "Polizeiruf 110 - Klick gemacht", "Die Toten vom Schwarzwald" (beide 2009), "Verhältnisse", "Das Glück kommt unverhofft", "Nachtschicht - Das tote Mädchen", "Tatort - Familienbande", "Der Mann, der über Autos sprang", "Hopfensommer" (alle 2010), "Mörderisches Wespennest", "Nord Nord Mord" (beide 2011), "Bamberger Reiter. Ein Frankenkrimi", "Tatort - Mein Revier" (beide 2012).

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