Hauptkommissar Tabor Süden arbeitet bei der Vermisstenstelle des Dezernats 11 der Münchner Polizei. Als in einem seit Jahren leer stehenden Wirtshaus in Sendling die Leiche eines Mannes gefunden wird, wird Tabor zu den Ermittlungen hinzugezogen. Der tote Unbekannte ist offensichtlich verhungert. Niemand meldet sich, als die Polizei seinen Namen und sein Bild veröffentlicht. Doch unter den wenigen Habseligkeiten des Toten entdeckt die Kripo den Namen und das vergilbte Foto einer Frau, die seit mehr als zehn Jahren vermisst wird. Tabor Süden und sein Kollege Heuer, die den Fall seinerzeit bearbeitet hatten, nehmen sich die alte Akte über die geheimnisvolle, schöne Frau noch mal vor ...

Regisseur Martin Enlen inszenierte diese Auftaktfolge der neuen Krimireihe mit Ulrich Noethen in der Rolle des eigenbrötlerischen, aber nicht unsympathischen Spezialisten für Vermisste. Der Krimi erfahrene Enlen ("Tatort - Bevor es dunkel wird", "Der Tote am Strand", "Bella Block - Am Ende der Lüge") drehte hier nach der Vorlage des Münchner Autors Friedrich Ani, der für seine "Süden"-Romane 2003 mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde. Ulrich Noethen verkörpert seinen Protagonisten wie immer glaubhaft, wenn auch manchmal etwas steif. Nicht immer glaubwürdig kommt dagegen der Plot von Claus Cornelius Fischer ("Die Frau im roten Kleid", "Blueprint") daher, der zudem noch einige Ungereimtheiten aufweist.

Foto: ZDF/Erika Hauri