"Ich habe ihre Biografie als 17-Jährige gelesen und war fasziniert von der Frau", erklärt Regisseurin Cordula Kablitz-Post ("Wunderkind Wolfgang Joop") ihre Motivation zu dem Film über die Philosophin, Dichtern und Psychoanalytikerin Lou Andreas-Salomé.

Diese wird in jungen Jahren von Liv Lisa Fries ("Die Ermittler - Nur für den Dienstgebrauch"), in späteren von Katharina Lorenz ("Freistatt") und als alte Frau von Nicole Heesters ("Tiefe Wunden") verkörpert.

Tatsächlich führte die deutsch-russische Schriftstellerin bereits im 19. Jahrhundert, in dem die Aufgaben der Hausfrau und Mutter zur einzigen Bestimmung der Frau erklärt wurden, ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben.

Außergewöhnliche Lebensgeschichte

In Rückblenden erzählt der opulent, zum Teil mit Original-Requisiten aus dem Salomé-Museum ausgestattete Film vom bewegten Schaffen und Wirken der starken Frau, die sich von Sigmund Freud (Harald Schrott) in die Psychoanalyse einführen ließ, die Geliebte von Rainer Maria Rilke (Julius Feldmeier) war und einen Heiratsantrag von Friedrich Nietzsche (Alexander Scheer) bekam.

All die großen Männer der Zeitgeschichte wickelte die 1861 in St. Petersburg geborene Salomé um ihren Finger - auch 1933 im Alter von 70 Jahren noch. Da lebt die faszinierende Frau in Göttingen und kann den jungen Germanisten Ernst Pfeiffer (Matthias Lier) für sich gewinnen. Gemeinsam verfassen sie ihre Memoiren, um ihre Geschichte für die Nachwelt aufzubewahren.

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