Marie Gruber ist geschockt: Ihr gemütliches Kaffeehaus in bester Berliner Lage soll dichtgemacht werden. Der neue Hausbesitzer, die Investmentfirma Prospecta, will die begehrten Räumlichkeiten an eine Coffeeshop-Kette vermieten. Doch so schnell gibt Marie nicht auf. Ein Radio-Gewinnspiel beschert ihr einen Aufenthalt in jenem Nobelhotel, in dem der Prospecta-Manager den Vertrag mit dem neuen Mieter unterzeichnen will. Mit ihrem Wiener Charme will Marie den Manager umstimmen. Doch dazu kommt es nicht, denn sie bleibt im Hotelfahrstuhl stecken - und mit ihr Gerd Fürst, der Vorstandsvorsitzende von Prospecta. Fürst leidet unter Klaustrophobie und reagiert mit Atemnot. Ohne zu wissen, mit wem sie im Lift eingeschlossen ist, gelingt es Marie, den panischen Manager zu beruhigen. Zwischen beiden funkt es auf Anhieb. Doch dadurch fangen die Probleme erst an ...

Die Neuerfindung der Liebeskomödie ist diese Regiearbeit von Helmut Metzger nach dem Drehbuch von Elisabeth Schwärzer ("In der Höhle der Löwin") sicher nicht. Der Genre erfahrende Metzger ("Ich pfeif auf schöne Männer", "Vollweib sucht Halbtagsmann", "Ein Gauner Gottes", "Liebe auf den dritten Blick") konnte jedoch zwei starke Darsteller für die reichlich dünne Story gewinnen: das eingespielte Team Christiane Hörbiger und Michael Mendl, das auch in Filmen wie "Hengstparade", "Mathilde liebt" und "Der Besuch der alten Dame" gemeinsam vor der Kamera stand. Das macht den vorhersehbaren Stoff erträglich.

Foto: ARD/Degeto/Julia Terjung