Ein Blick auf die Geschehnisse, die im Jahr 1917 zur russischen Oktober-Revolution führten. Die nahm ihren Anfang, als Lenin aus dem Schweizer Exil zurück kam und das Winterpalais des Zaren gestürmt wurde.

Regisseur Sergej Eisenstein lieferte mit diesem Werk in der für ihn eigenen Montagetechnik einen bildgewaltigen, oft auch arg pathetischen Blick auf die Oktoberrevolution. Hier ging es weniger um historische Exaktheit denn um ein symbolstarke Darstellung und Verklärung der damaligen Ereignisse. Dabei setzte Eisenstein auch ganz bewusst humoristische und sarkastisch gebrochene Bilder ein. Nach seiner Erstaufführung am 14. März 1928 verschwand "Oktober" lange Zeit in den Archiven, erst für die Berlinale 2012 wurde eine HD-Restaurierung vorgenommen, in der auch die Szenen enthalten sind, die seinerzeit der Zensur zum Opfer gefallen waren. Ein Meilenstein der Filmgeschichte, besonders was Bildgestaltung und Montage anbelangt!

Foto: ZDF