Kein guter Tag für Hauptkommissar von Meuffels, denn ein gerade von ihm überführter Kindsvergewaltiger erschießt mit dem von ihm entwendeten Waffe vor seinen Augen! Doch es kommt noch schlimmer für von Meuffels. Auf seinem Weg nach Hause bekommt er Wind von einer Bombendrohung. Keiner seiner Kollegen nimmt es zunächst ernst. Nur von Meuffels. Obwohl er richtig entscheidet, explodiert die Bombe im Tunnel vor dem Fußballstadion ...



Nach "Polizeiruf 110 - Cassandras Warnung", dem misslungenen ersten Auftritt des neuen Münchner-Polizeiruf-110-Teams (was nicht an Hauptdarsteller Brandt lag), setzte dieses Mal Regisseur Hans Sebastian Steinbichler ("Hierankl", "Die zweite Frau") nach einem Drehbuch von Christian Jeltsch ("Auf ewig und einen Tag", "Tatort - Um jeden Preis") mehr auf Atmosphäre. Zwar ist die Geschichte ein wenig dick aufgetragen (Selbstmord eines Kinderschänders, Bombenattentat, eine weitere Bombenexplosion usw.), doch gerade in der klaustrophobischen Enge der zerstörten Fußgängerunterführung bewahrt Hauptdarsteller Matthias Brandt mit seiner schauspielerischen Präsenz diesen albtraumhaften wie verstörenden Krimi vor dem Absturz. So ist dies ein außergewöhnlicher, weil beklemmender "Polizeiruf 110"-Fall, der jedoch nicht jedermanns Geschmack sein dürfte. Seine Erstausstrahlung erfuhr "Denn sie wissen nicht, was sie tun" übrigens nicht auf dem gewohnten Sonntagabend-Sendeplatz, sondern aus Jugendschutzgründen freitags um 22.00 Uhr.

Foto: ZDF/BR/Bella Halben