Ponette ist vier Jahre alt, als sie ihre Mutter bei einem tragischen Autounfall verliert. Sie kann nicht glauben, dass das Leben einfach aufhört, und "lebt" so weiter mit ihrer Mutter wie bisher. Sie spricht mit ihr, wartet auf sie, sucht sie. Zweifelnd und doch hartnäckig versucht sie, ihre Mutter zurück zu holen in den Kreis ihrer Familie, zu dem häufig abwesenden Vater, der Tante, den Cousinen, den Schulfreunden. Nur noch ein Mal, ein letztes Mal. Plötzlich ist die Mutter da. Es ist, als habe sich Ponette mit ihrem unbeugsamen Willen gegen die Wirklichkeit durchgesetzt ...

Die am 1. August 2003 verstorbene Marie Trintignant spielt in diesem Drama von Jacques Doillon die Mutter der vierjährigen Titelheldin Ponette. Der Film geht der Frage nach, wie ein Kleinkind einen solchen Schock verarbeiten kann. Die kleine Hauptdarstellern Victoire Thivisol wurde für ihre Titelrolle von der Kritik sehr gelobt, die Große Jury des Filmfestivals von Venedig verlieh ihr dafür den Preis als beste Darstellerin (Volpi Cup). "Wie der französische Regisseur Jacques Doillon in diesem Seelendrama die grenzenlose Trauer eines Kindes auf die Leinwand bannt, ist schlicht erschütternd." (Reinhard Kleber, Katalog Filmfest München 1998).

Foto: SWR/Degeto