Dave Garland, beliebter Discjockey einer Rundfunkanstalt in der Provinzstadt Carmel und selbst ernannter Frauenheld, lässt sich mehr aus Langeweile mit einer Verehrerin ein. Als seine Freundin zu ihm zurückkehrt, will er das Mädchen loswerden, doch deren Liebe zu ihm nimmt psychopathische Züge an. Dies hat schreckliche Folgen ...

Clint Eastwoods Regie-Debüt folgt treu dem Motto "Die Geister, die ich rief ..." und verarbeitet sehr früh ein Phänomen, das erst mit dem Beginn der Neunzigerjahre des letzten Jahrhunderts mit dem Begriff "Stalking" definiert wurde: das Verfolgen oder Belästigen einer Person. Eastwood zieht in diesem Psychothriller mit finsteren Bildern ähnlich geschickt die Fäden wie einst Hitchcock. Besonders nett: Eastwoods Regie-Lehrmeister Don Siegel in einer Gastrolle als Barkeeper in der Bar, in der Garland seinen weiblichen Fan kennen lernt. Der wird von Jessica Walter ("Grand Prix", "Hauptsache Beverly Hills") verkörpert, die für ihre beeindruckende Darstellung der abgewiesenen Frau, die zu drastischen Mitteln greift, für den Golden Globe nominiert wurde. Später versuchten sich Regisseure wie Adrian Lyne ("Eine verhängnisvolle Affäre") und John Polson ("Swimfan") an thematisch ähnlich gelagerten Stoffen, konnten allerdings die Qualität dieses Weg weisenden Eastwood-Frühwerks nie erreichen. Eastwood war von 1986-1988 republikanischer Ortsbürgermeister von Carmel-by-the-Sea in Kalifornien, wo 1970 die Dreharbeiten stattfanden. 1986 erwarb er die nahe "Mission Ranch", in der heute unter anderem das luxuriöse "ww.missionranchcarmel.com/ Mission Ranch Resort" untergebracht ist.

Foto: ARD/Degeto