Horst Schimanski hat sich nach seiner Suspendierung vom Dienst bei der Duisburger Mordkommission nach Belgien zurückgezogen. Dort schlägt er sich als Boxtrainer durch. Eines Tages stehen zwei Kriminalbeamte aus Deutschland vor dem Ring. Sie haben den Auftrag, Schimanski zurückzuholen. Ihre Auftraggeberin: Ilse Bonner, Leitende Oberstaatsanwältin am Oberlandesgericht Düsseldorf. Von ihr erfährt Schimanski, dass sich im Ruhrgebiet offenbar ein mörderischer Mafia-Krieg abspielt, dem zuletzt auch sein früherer Kollege Thanner zum Opfer gefallen ist. Weil Indizien darauf hinweisen, dass Thanner von einem Kollegen aus der Fahndungsabteilung des Duisburger Präsidiums in die tödliche Mafia-Falle gelockt wurde, soll Schimanski den Verräter überführen und herausfinden, wer hinter den blutigen Hinrichtungen steckt. Schimanski macht sich auf die Jagd, doch ist er wirklich auf der richtigen Fährte?

Mit dem Krimi "Tatort - Der Fall Schimanski" endete 1991 die "Tatort"-Karriere von Götz George, die zehn Jahre zuvor mit "Tatort - Duisburg-Ruhrort" begonnen und der erfolgreichsten deutschen Krimireihe einen vollkommen neuen Ermittler-Typen beschert hatte. Dem spontanen und recht aufbrausenden "Rambo" Schimanski stand in diesen zehn Jahren mit Eberhatd Feik in der Rolle des Thanner immer ein gut gekleideter, mit Köpfchen ermittelnder Partner zur Verfügung. Nachdem Feik 1994 an Herzversagen starb, war klar, dass es niemals wieder zu einer Neuauflage des äußert beliebten Ermittler-Duos kommen sollte. Also behalf man sich des Tricks, Götz George nun als vom "Tatort" unabhängigen Ermittler auf Verbrecherjagd zu schicken. Diesen ersten Fall der "Schimanski"-Reihe, in dem George die Mörder Thanners jagt, drehte Joseph Rusnak ("The 13th Floor") nach einem Buch, das er mit Matthias Seelig ("Der Sandmann", "Theo gegen den Rest der Welt") schrieb.

Foto: WDR/Kerstin Stelter