Außerirdische Invasoren melden mal wieder Besitzrechte auf die gute alte Erde an, doch da sie im Gegensatz zu den üblichen rabiaten Schleimkreaturen einen gewissen Sinn für Fair Play haben, lassen sie sich auf ein Spielchen ein: Kein anderer als der berühmteste Hase der Welt, Bugs Bunny, überredet die Cartoon-Aliens, die Unterwerfung der Erde mittels Basketball-Spiel auszufechten. Eine vermeintlich sichere Sache, denn was verstehen glubschäugige, zwergwüchsige Aliens schon von Basketball? Doch wenig später fallen die berühmtesten US-Basketball-Cracks vornehmlich dadurch auf, dass ihre Ballbehandlung über das Niveau von Höhlenmenschen nicht mehr hinausgeht. Des Rätsels Lösung: Die Aliens haben alles Talent aufgesaugt und sind zu wahren Basketball-Monstern mutiert. Zum Glück ist da noch Top-Star Michael Jordan, dem es nun allein obliegt, aus einem bunt zusammengewürfelten Haufen von Zeichentrickfiguren ein Superteam zu formen.

Die Kombination von Zeichentrick- und Realfilm hat bereits eine jahrzehntelange Tradition, nicht erst seit "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" (1988) von Robert Zemeckis. Tricktechnisch muss sich "Space Jam" dabei ganz gewiß nicht hinter seinen Vorgängern verstecken. Da lässt sich die Dürftigkeit der Story gut ertragen, denn allzu Kompliziertes würde hier eh nur stören. Auch wenn die meisten amerikanischen Supersportler neben Michael Jordan hierzulande ebenso bekannt sein dürften wie Rudi Völler in den USA (also fast gar nicht), so amüsiert der Film doch als knackige, wenngleich insgesamt anspruchslose Unterhaltung. Produzent des Films war Ivan Reitman ("Sechs Tage, sieben Nächte").

Foto: Warner