Ränkespiele um einen Landsitz im großbürgerlichen England um die Jahrhundertwende: Margaret Schlegel ahnt nicht, dass das schöne Landhaus Howards End eigentlich ihr zusteht, als sie nach dem Tod ihrer älteren Freundin Mrs. Wilcox deren Mann Henry heiratet. Vor allem Margarets jüngere Schwester Helen bekommt die Kälte und Selbstgefälligkeit der Wilcox' zu spüren, als sie ein uneheliches Kind erwartet. Und dennoch wird diesem Kind eines Tages Howards End gehören ...

Nach "Zimmer mit Aussicht" und "Maurice" inszenierte das Team um Produzent Ismael Merchant, Drehbuchautorin Ruth Prawer-Jhabvala und Regisseur James Ivory hier bereits den dritten Roman von Edward Morgan Forster. Heraus am eine meisterhafte Verfilmung des 1910 entstandenen Romans. Doch was für den einen genussvoller Historien-Kostüm-Schinken mit komponierten Zeit- und Sittenbildern einer Gesellschaft im Umbruch ist, hält der andere für Oscar-prämierte, gepflegte Langeweile.

Foto: Kinowelt