Klaus Löwitsch

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Was läuft hier falsch? Klaus Löwitsch
Klaus Löwitsch
Geboren: 08.04.1936 in Berlin, Deutschland
Gestorben: 03.12.2002 in München, Deutschland

Jahrelang war er der harte und kantige Privatdetektiv oder Polizist, der der Unterwelt das Fürchten lehrt, so etwa in den Krimiserien "Peter Strohm" (1989-1996), "Zorc" oder "Hafendetektiv" (1987-1991): Klaus Löwitsch. Im Alter von zehn Jahren stand er in Wien erstmals in "Das tapfere Schneiderlein" auf einer Bühne. Später machte er eine Tanzausbildung an der Wiener Akademie für Musik und Darstellende Kunst und studierte Schauspiel am Max-Reinhard-Seminar in Wien. Zu Beginn seiner Laufbahn, 1955, war er Gruppentänzer an der Wiener Volksoper. Nach seinem ersten Engagement an den Münchner Kammerspielen 1961 folgten zahlreiche Theater-Hauptrollen, u.a. in Konstanz, Köln, Wien, Hamburg, Zürich und erneut München, diesmal am Bayerischen Staatsschauspiel.

Anfang der Siebzigerjahre hatte Löwitsch eine für ihn entscheidende Begegnung. Nach Alkoholproblemen und zweitklassigen Kinofilmen in einer beruflichen Sackgasse, lernte er den berühmten Regisseur Rainer Werner Fassbinder kennen und spielte in neun seiner Filme, darunter 1973 in "Welt am Draht" und 1978 neben Hanna Schygulla in "Die Ehe der Maria Braun". Danach zählte der Charakterkopf zu den begehrtesten deutschen Schauspielern, war u.a. in "Mädchen mit Gewalt" (Deutscher Filmpreis), in dem Zweiteiler "Napoleon Fritz" und in "Selig sind die Armen" (Drehbuch: Eugen Drewermann) zu sehen. In insgesamt 62 Folgen der "Peter Strohm"-Krimireihe war er nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch Regisseur.

Für seine Rolle in Oliver Hirschbiegels Psycho-Thriller "Das Urteil" erhielt Löwitsch 1998 den Adolf-Grimme-Preis und den Bayerischen Fernsehpreis. Auch auf der Bühne steht er immer wieder, zuletzt am Deutschen Theater in Berlin in "Der kaukasische Kreidekreis". Der Schauspieler, der abwechselnd in Portugal, Österreich und Deutschland lebte, konnte sich seine Rollen aussuchen. In einem Interview äußerte er sich einmal über seine Arbeitsmoral: "Schauspielerei ist ein Hurenberuf. Aber auch 'ne Hure wird irgendwann nicht mehr jeden Freier akzeptieren."

Weitere Werke mit Klaus Löwitsch: "Wo die Lerche singt" (1956), "Scherben bringen Glück" (1957), "Der Pauker" (1958), "Schlagerparade 1961" (1960), "Das Märchen", "Polizeifunk ruft" (Serie), "Mädchen, Mädchen" (alle 1966), "Heißes Pflaster Köln" (1967), "Dem Täter auf der Spur" (1968), "Der Kommissar" (Serie), "Pioniere in Ingolstadt" (beide 1970), "Händler der vier Jahreszeiten", "Wildwechsel", "Die Geier vom Shilo River", "Sonderdezernat K1: Vorsicht - Schutzengel!" (alle 1972), "Schloss Hubertus", "Nora Helmer" (beide 1973), "Die Akte Odessa", "Der Jäger von Fall", "Zwei bayrische Dickschädel", "Unternehmen Rosebud" (alle 1974), "Schatten der Engel" (1975), "Die Brüder", "Steiner - Das Eiserne Kreuz" (beide 1976), "Despair - Eine Reise ins Licht" (1977), "Steiner - Das Eiserne Kreuz 2. Teil", "St. Pauli Landungsbrücken" (Serie), "Tatort - Die Kugel im Leib" (alle 1979), "Desideria" (1980), "Firefox", "Sonderdezernat K1: Die Rache eines V-Mannes" (beide 1981), "Mit dem Wind nach Westen", "Tatort - So ein Tag ..." (beide 1982), "Tatort - Der Schläfer" (1983), "Kaminsky - Ein Bulle dreht durch", "Der Alte" (Serie), "Gotcha! - Ein irrer Typ" (alle 1985), "Detektivbüro Roth" (Serie), "Derrick" (Serie), "Tatort - Acht, neun - aus!" (alle 1986), "Hafendetektiv" (Serie), "Space Pirats" (beide 1987), "Ein Mann wie eine Waffe", "Die Straßen von Berlin - Das rote Pulver" (beide 1999), "Die Bergwacht - Duell am Abgrund" (2000), "Feindliche Übernahme - althan.com" und "Was tun, wenn's brennt?", "Mayday! Überfall auf hoher See" (alle 2001) sowie "Extreme Ops" (2002).

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