Gesund und lecker. Grünkohl ist nicht umsonst im Trend. Er stärkt die Knochen und strafft die Haut.

Kale heißt das Zauberwort. Das ist der englische Name für Grünkohl. In den USA erlebt das schnöde Kohlgemüse gerade eine Renaissance – oder besser: einen Hype. Denn wie ist es anders zu erklären, dass der US-amerikanische Megastar Beyoncé nur mit einem "Kale"-T-Shirt bekleidet durch ein Musikvideo hüpft, Michelle Obama Grünkohl im Garten des Weißen Hauses anpflanzt und Heidi Klum auf ihn schwört? Und das zu Recht. Denn Grünkohl strotzt vor Nährstoffen: Die unscheinbaren krausen Blätter enthalten – auf 100 Gramm gerechnet – den Tagesbedarf an Vitamin C, rund 85 Prozent des Tagesbedarfs an Betacarotin, also Provitamin A. Das liefert die beste Unterstützung für das Immunsystem und die Schleimhäute bei der Erkältungsabwehr. Obendrauf gibt es eine ordentliche Portion Ballaststoffe, knochenstärkendes Kalzium und Magnesium für Muskeln und Nerven. Pflanzenstoffe wie Senfölglykoside schützen vor Krebs. Das geht aus einer gemeinsamen Studie der Universität Oldenburg und der Jacobs University in Bremen hervor.

Hinzu kommt: Die orangefarbenen Carotinoide lagern sich bei regelmäßigem Genuss in der Haut ab – und sorgen so für einen gesund und frisch schimmernden Teint. Zusätzliche "Nebenwirkung": Je mehr Carotinoide in der Haut sind, desto weniger Falten entstehen, ergibt eine aktuelle Studie der Berliner Charité.

Mittel gegen Magenbeschwerden

Während Amerikaner den Grünkohl erst seit Kurzem lieben und schätzen gelernt haben, huldigen Grünkohl-Feste in Norddeutschland dem dunkelgrünen Kraftpaket seit 400 Jahren. Das Gemüse stammt eigentlich aus dem mediterranen Raum und wurde schon von den Römern gegen Magenbeschwerden eingesetzt. Lange galt es hierzulande vor allem als deftiges Wintergemüse. Heute sind Funktion und Form von Grünkohl keine Grenzen gesetzt.

In den Vereinigten Staaten und auch in Europa sind Smoothies und Salate (siehe Rezepte unten) bei Gesundheitsbewussten der absolute Renner. Damit macht Grünkohl sogenannten Superfoods wie Matcha (Grüntee- Pulver), Chia-Samen oder Goji-Beeren echte Konkurrenz.

Ernte bis in den Winter hinein

Die gute Nachricht für Hobbybauer: Das grüne Kraftpaket ist überaus genügsam. Das Kohlgewächs gedeiht auch auf hartem Boden und verträgt Temperaturen bis zu minus zehn Grad, so dass es bis in den Winter hinein geerntet werden kann. Einmalig, findet auch das angesehene US-Magazin "The New Yorker". Es verkündete jüngst "the Age of Kale" – zu Deutsch: das Zeitalter des Grünkohls.

Grüner Guten-Morgen-Smoothie:

Zutaten für 2 Gläser: 

  • 120 g frischer Grünkohl
  • 350 ml Kokoswasser
  • 100 g frische Mango
  • 150 g frische Ananas
  • 1 Limette
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Cayennepfeffer

Zubereitungszeit: 10 Minuten

Und so wird's gemacht: Grünkohl waschen, Mango und Ananas schälen. Die Limette pressen, den Saft zu den anderen Zutaten hinzugeben. Alles mit Kokoswasser auffüllen und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit dem Standmixer oder Pürierstab so lange pürieren, bis ein cremiger Smoothie entsteht.

Salat mit Suchpotential:

Zutaten:

  • 200 Gramm Grünkohl
  • 3 EL Olivenöl
  • ½ TL Salz
  • Saft einer ½ Zitrone
  • Geröstete Kürbiskerne

Zubereitungszeit: 15 Minuten

Und so wird's gemacht: Den Grünkohl entstielen, gut waschen und in eine Schüssel legen. Danach in kleine Teile zupfen. Nun das Olivenöl, Salz und den Zitronensaft mischen und über den Grünkohl geben. Wenn der Grünkohl weich ist, ist er essfertig.