Viele Menschen haben Probleme mit dem Hören, doch manch einer ist sich dessen gar nicht bewusst. Denn der Hörverlust entwickelt sich oftmals zunächst unbemerkt und über viele Jahre hinweg. Manchmal ist das Hören nur in bestimmten Situationen schwierig, etwa in einer lauten Umgebung, oder es fällt Betroffenen schwer, einem Gespräch zu folgen. Ihr Gehirn muss dann viele Ressourcen einsetzen, um die entstehenden Lücken beim Hören zu füllen. Das führt zu schnellerer Erschöpfung beim Zuhören. Manche Betroffene meiden schließlich sogar soziale Kontakte und werden deshalb einsamer. Außerdem steigt das Risiko, dement zu werden, und es drohen mehr gefähliche Situationen – etwa im Straßenverkehr, wenn Geräusche von Fahrzeugen nicht richtig wahrgenommen werden. Wer regelmäßig zum Hörtest geht, kann diese Probleme vermeiden. Solche Tests können HNO-Ärzte durchführen, oftmals werden sie aber auch von Hörgeräteakustikern kostenlos angeboten. So kann frühzeitig festgestellt werden, falls das Gehör schlechter wird, und es kann gegengesteuert werden. Es fällt oft leichter, sich an Hilfssysteme wie Hörgeräte zu gewöhnen, wenn die Schwerhörigkeit noch nicht ausgeprägt ist. Experten empfehlen regelmäßige Hörtests ab dem 50. Lebensjahr.