Alkohol ist uncool. Zumindest für viele Jugendliche in Deutschland. Sie trinken so wenig wie seit den 1970ern nicht mehr. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Jeder Zehnte befragte Teenager zwischen 12 und 17 Jahren greift einmal in der Woche zu alkoholischen Getränken. Der Vergleich zu einer Umfrage der BZgA aus dem Jahr 2004 macht die positive Entwicklung deutlich: Damals waren es noch mehr als doppelt so viele (21,2 Prozent). Und immerhin fast ein Viertel (22,6 Prozent) der jungen Menschen gab 2004 an,
Erfahrungen mit sogenanntem Komasaufen gemacht zu haben.

Heute geht der Trend sogar eher weg vom Alkohol. Mehr als ein Drittel der aktuell Befragten (36,5 Prozent) sagt, noch nie Bier, Wein oder Schnaps probiert zu haben. Seit
Beginn der Erhebung im Jahr 2001 ist das der höchste Wert. Für die Studie wurden von März bis Juni 2016 bundesweit 7 003 Menschen zwischen 12 und 25 Jahren befragt.