Herrchen und Frauchen werden nicht mehr erkannt, Hunde verlaufen sich beim Weg durchs Treppenhaus, Katzen maunzen grundlos und haben keinen Appetit.

Jetzt gilt es, diese Auffälligkeiten beim Tierarzt anzusprechen und organische Ursachen ausschließen zu lassen. Nach Bluttest und Magnet-Resonanz-Tomografie lautet die Diagnose nicht selten: Demenz.

Etwa 20 Prozent der Hunde ab neun Jahren und die Hälfte der über 15-jährigen Katzen in Deutschland leiden unter einer kognitiven Störung, deren Ursache altersbedingte Plaque-Ablagerungen im Gehirn sind. Die Symptome sind ähnlich wie beim Menschen. Wie Frauchen und Herrchen werden auch die Haustiere hierzulande immer älter – und damit steigt auch deren Risiko, an einer Demenz zu erkranken.

Heilen lässt sich die Tier-Demenz nicht, betroffene Tiere müssen aber auch nicht eingeschläfert werden. Es gibt Medikamente, mit denen sich die Folgen der Erkrankung abschwächen lassen und die Durchblutung des Gehirns gesteigert wird. Zudem sollten demente Hunde beim Gassigehen an der Leine gehalten werden, demente Katzen sollten nur noch im eingezäunten Garten frei herumlaufen.

Außerdem sind eine vertraute Umgebung und wenig Stress wichtig. Sinnvoll sind auch neue Spielzeuge für die erkrankten Vierbeiner – sie stimulieren die Gehirnaktivitäten.