20.04.2020 Schauspielerin

Karoline Schuch

Von Stephan Braun
Karoline Schuch.
Karoline Schuch. Fotoquelle: brci via www.imago-images.de

Im ARD-Krimi "Die Toten am Meer" spielt Karoline Schuch zum ersten Mal eine Polizistin. Im Interview spricht die Schauspielerin über die Überforderung ihrer Rolle und was ihr an der Figur gefällt.

Sie spielen die junge Kommissarin Ria Larsen, die einen aufsehenerregenden Fall erhält. Ihre erste Filmrolle als Polizistin. Und dann direkt so ein dicker Fall!

Ich persönlich habe mich total gefreut, als diese Rolle an mich herangetragen wurde, ich fand sie sofort sehr herausfordernd. Für meine Figur Ria Larsen war das am Anfang sicher auch so, aber dann merkt sie plötzlich, dass die Größe der Aufgabe, und die Verantwortung, die damit einhergeht, sie überfordern. Aber anstatt sich dabei helfen zu lassen wählt sie einen Weg, der nicht so besonders konstruktiv ist.

Eigenwillig könnte man sagen…

Ja, sehr verbissen und wenig daran interessiert, etwas abzugeben, aus Angst, dass ihr die Felle davon schwimmen. Ich finde es schön, dass das alles ein bisschen im Unklaren gelassen wird, dass nicht so klar wird, weshalb sie so handelt. Es wird nicht alles auserzählt. Das mag ich an der Rolle.

Sind Sie privat auch so eigenwillig?

Nein, ich bin eher ein Teamplayer. Und das ist beim Film auch gut so, man wäre schlecht beraten, wenn man eigenbrötlerisch unterwegs wäre. Die meisten Filme sind Teamprojekte. Wenn man dann sein Ding so durchziehen würde, wie Ria Larsen das macht, wird man als Schauspieler am Set gehasst und außerdem käme am Ende auch nichts Gutes dabei raus. Ich finde es wichtig, verschiedene Meinungen und Ansichten zu synthetisieren.

Es ist ihre erste Rolle als Polizistin. Haben Sie jetzt Spaß bekommen am Ermitteln?

Ich mag diese Spannung, die bei Krimis entsteht- sowohl in der Arbeit als auch beim Gucken. Mal sehen, wie es weitergeht. Diese Rolle habe ich einmalig gespielt.

Sie leben in Norddeutschland. Hatten Sie deshalb direkt einen Bezug zu "Den Toten am Meer"?

Ich mag diese nordische Schroffheit, die für mich gefühlt etwa ab 50 Kilometer nördlich von Berlin beginnt. Der Norden ist zwar im Winter nicht immer gemütlich, aber er hat einen speziellen Charakter. Das mag sich sehr.

Auf was dürfen sich die Zuschauer in diesem Jahr noch von Ihnen freuen?

Ich freue mich sehr auf einen großen dreiteiligen Eventfilm im Herbst, basierend auf wahren Ereignissen, der in der ARD laufen wird. Darin spiele ich eine Figur in drei verschiedenen Altersphasen, mit allem was dazugehört. "Totenwald" heißt der Dreiteiler.

Eine Filmkritik zu "Die Toten am Meer" lesen Sie hier.

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