20.10.2020 Moderatorin

Ariane Alter

Von Sarah Schneidereit
Ariane Alter moderiert ab Ende Oktober bei ZDFneo ihre eigene Late Night Show.
Ariane Alter moderiert ab Ende Oktober bei ZDFneo ihre eigene Late Night Show. Fotoquelle: ZDF / Robert Sakowski

Mit "Late Night Alter" bekommt Moderatorin Ariane Alter ab dem 29. Oktober immer donnerstags um 22.15 Uhr auf ZDFneo ihre eigene Show. Im prisma-Interview spricht sie über die Herausforderungen des Formates und welche Themen sie angehen möchte.

Worauf dürfen sich die Zuschauer von "Late Night Alter" freuen?

"Late Night Alter" ist genau so, wie man sich eine klassische Late Night Show vorstellt. Das einzige, was es nicht geben wird, ist ein Schreibtisch. Ich habe stattdessen eine Couch. Ansonsten bekommen die Zuschauer Einspieler und Sketche zu sehen. Außerdem werde ich immer abwechselnde Gäste haben.

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Für funk haben Sie bereits die Late Night Show "Gute Nacht Alter" auf YouTube gemacht. Jetzt sind Sie bei ZDFneo mit einem ähnlichen Format. Welche Gemeinsamkeiten gibt es?

Ich würde sagen, dass die Show tendenziell eher etwas ganz Neues ist, obwohl es natürlich Parallelen gibt. Die Zielgruppe sind mit 25- bis 39-Jährigen etwas ältere Zuschauer als bei "Gute Nacht Alter". Aber ich bin immer noch ich. Ich spreche über Themen, die mich interessieren, und werde mich nicht verstellen. Das Studio ist bloß etwas bunter und größer. Und ich werde mich wohl etwas schicker anziehen (lacht).

Wie schaffen Sie es, das Publikum zu erreichen?

Ich mache es einfach so, wie ich es kann. Wenn man in der Sparte unterwegs ist, ist es glaube ich ein guter Anfang, sich zu fragen: "Was interessiert mich?" Und dann ganz uneitel an die Sache herangehen. Wenn man sich immer wieder auf Neues einlässt und darauf achtet, wie das Publikum reagiert, kann man gar nicht so viel falsch machen.

Das Fernsehen bekommt zunehmend Konkurrenz durch Streamingdienste und Internetformate. Wieso haben Ihrer Meinung nach klassische Late-Night-Formate dennoch nicht ausgedient?

Eine Late Night Show ist ein Potpourri unterhaltsamer Elemente. Quasi ein bebilderter Podcast. Diese vielen kleinen Teile, die sich nicht zu sehr ähneln und die innerhalb kurzer Zeit bestens unterhalten, machen für mich den Reiz aus.

In Ihrer Sendung möchten Sie Themen wie die Genderdebatte oder die Klimakrise thematisieren. Wie macht man das in einem solchen Format am besten?

Ich würde sagen, dass man an die Themen herangeht, wie an jedes andere Thema sonst. Wir setzen uns im Team hin, schauen, was in der vergangenen Woche passiert ist, wer was gesagt hat und was in den sozialen Medien passiert ist. Donald Trump liefert zum Beispiel garantiert immer was Gutes zu diesen Themen. Auch sonst wird sich was finden. Politik ist oft schon Realsatire. Die Schwierigkeit besteht eher darin, feministische Themen zu überspitzen. Denn manches, was man sich ausdenkt, ist sicherlich einer Frau schon mal passiert. Da braucht es Fingerspitzengefühl.

Macht es einen Unterschied, als Frau eine Late Night Show zu moderieren?

Auch wenn ich feministische Themen anspreche, richtet sich "Late Night Alter" ausdrücklich an alle. Ich finde Frauen für Frauen super, Menschen für Menschen ist aber noch besser. Es sollte keinen Unterschied machen, ob eine Frau moderiert. Falls die Show nicht gut angenommen wird, kann ich aber immer noch sagen, dass das Publikum noch nicht bereit dafür war. Man muss Sexismus als Frau auch mal für sich nutzen (lacht).

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