Als Sänger ist Thomas Anders auch nach seiner Zeit bei "Modern Talking" deutschlandweit bekannt. Als TV-Koch hatten ihn dagegen wohl niemand auf dem Schirm. Doch genau in diese Rolle schlüpft er nun in "Koch mal ANDERS". Wir haben mit Thomas Anders über die neue SWR-Sendung gesprochen.

Dass Sie sehr gut singen, weiß so ziemlich jeder. Aber kochen?

Tja, auch Künstler haben geheime Vorlieben. Ich koche sehr gerne, das ist mein Hobby. Es entspannt mich, macht mir Freude, ist fast schon ein bisschen meditativ. Vor zweieinhalb Jahren habe ich auch ein Kochbuch herausgebracht. Mir macht das Kochen einfach Spaß!

Bei Ihrer Fernsehsendung "Koch mal ANDERS!" geht es ja nicht nur ums Kochen. Wie kam es zu dieser Show?

Ich war von dem Angebot sofort sehr begeistert. Aber ich weiß auch, in welche großen Fußstapfen ich trete. Denn die Sendung wird sofort in Verbindung gebracht mit alfredissimo! des legendären Alfred Biolek. Es geht aber auch ein bisschen in diese Richtung. Denn eigentlich ist es eine Talksendung, in der gekocht wird. Da ich mich unheimlich gerne mit Menschen unterhalte, macht mir ein solches Format auch sehr viel Spaß. In einer Küchenatmosphäre locker zu plaudern, dazu ein Glas Wein – ich glaube, dabei meinen Gästen auch Facetten herauszulocken, die man so noch nicht kannte. Die Zuschauer erfahren die ein oder andere Anekdote aus dem Leben eines Prominenten.

Haben Sie sich Ihre Gäste selbst ausgesucht?

Die Redaktion hat eine tolle Vorauswahl getroffen, ich durfte aber auch Vorschläge machen. Bis auf Meltem Kaptan habe ich alle anderen Gäste schon vor den Sendungen persönlich gekannt. Deshalb hatte ich immer das Gefühl: Komm zu mir in die Küche und wir quatschen ein bisschen!

Und die Rezepte?

Die Rezepte sind alle von meinen Gästen. Sie sollen ihre Lieblingsrezepte mitbringen oder das, was sie gerne essen. Ich passe mich an. Manchmal bin ich auch nur eine Art Beikoch, denn wenn jeder sehr aufwendig kochen würde, dann kämen wir nicht zum Reden. Insgesamt ist die Sendung dadurch wirklich sehr unterhaltsam. Wir zeigen, dass Kochen manchmal ganz einfach sein kann und vor allem Spaß macht.

Und indirekt verbreiten Sie damit auch eine starke Botschaft!

Ja, denn es ist oft wirklich einfach, zu kochen. Wir müssen wegkommen von der Mikrowellen- und Convenience-Kultur. Die Gerichte, die wir kochen, sind alle richtig klasse und können gut nachgekocht werden.

Die erste Woche von "Koch mal ANDERS" ist vorbei. Verraten Sie uns: Welche Folge wird das Highlight der zweiten Woche?

Alle Folgen sind toll geworden, denn alle Gäste sind wunderbare Kollegen! In der Folge am Montag werden die Zuschauer sehen, wie ich Matthias Steiner gefragt habe, wie er denn als Jugendlicher auf die Idee gekommen sei, Gewichtheber zu werden. Das interessiert mich persönlich sehr, deshalb frage ich meine Gäste so etwas. Und ich hoffe, dass das auch den Charme der Sendung ausmacht. Wir zeigen einen echten Küchentalk. Das kennen wir doch auch von vielen Partys: Die Party endet immer in der Küche. Bevor der Rausschmeißer kommt stehen die Nachteulen in der Küche neben benutzten Tellern, Besteck und Gläsern und unterhalten sich. Genau das soll diese Sendung auch rüberbringen.

Was ist denn Ihr Lieblingsgericht?

Ein echtes Lieblingsgericht habe ich nicht. Ich traue mich an alles ran. Da ich mir das Kochen selbst beigebracht habe, bin ich sehr offen für neue Gerichte.

Auf was dürfen sich Ihre Fans denn in diesem Jahr noch freuen?

Zum Beispiel auf mein Duettalbum mit Florian Silbereisen, das am 13. März auf den Markt kommt. Nach unseren beiden erfolgreichen Singles haben wir jetzt zusammen ein komplettes Album fertig gemacht. Und dann stehen für mich größere Touren an, durch Russland zum Beispiel und auch durch Amerika. Aber auch hier in Deutschland habe ich einige Shows und Fernsehauftritte. Ich werde ein sehr ausgefülltes Jahr haben.