Ob Münzen, Modellbauautos oder Comic-Hefte: Viele Stücke haben vor allem hohen ideellen Wert. prisma zeigt, was alles gesammelt wird und warum das Sammeln so viele Menschen bewegt.

Münzen, die schon einmal mit auf Weltraummission waren, sind selten – und haben genau aus diesem Grund für echte Sammler einen großen Wert. Sie werden heute für über 50.000 Euro gehandelt, wenn sie überhaupt noch am Markt zu finden sind. Beispiele wie diese kennt Michael Göde, Chef des Bayerischen Münzkontors und seit Jahrzehnten Sammler aus Leidenschaft, zur Genüge. "Ich selbst bin ein großer Fan von Prägungen, die mit dem Weltraum zu tun haben", erklärt der Unternehmer.

Für Herz und Verstand

Die Faszination des Sammelns zieht Menschen weltweit in ihren Bann. Sammeln ist Leidenschaft pur und zugleich ein Hobby, das einfach Spaß macht. Offenbar liegt die Begeisterung fürs Sammeln bereits in den Genen. Schon zu Urzeiten sammelten Menschen nicht nur Lebensmittel zum Überleben, sondern auch Muscheln oder besonders schöne Steine. Auch das erste Geld wurde gehortet. Es war ursprünglich nicht zum Tausch bestimmt, sondern diente dem eigenen Status.

Das gilt bis heute gerade für luxuriöse Güter wie edlen Schmuck und Uhren, Autos, Antiquitäten, Designermode oder auch Kunstobjekte jeder Art. Zu den Klassikern zählen neben Münzen und Briefmarken vor allem Modellbau-Stücke wie Autos, Eisenbahnen oder Flugzeuge, Bücher und Comics, Porzellanteller, Sammeltassen und Blumenvasen, Puppen und Teddybären. Aber auch Kleinigkeiten wie Ansichtskarten, Zuckertütchen aus aller Welt, Parfumflakons als Miniaturen, Bierdeckel und Kronkorken füllen in manch einem Zuhause Alben, Schränke und Vitrinen.

Michael Göde hat Verständnis für sämtliche Sammelleidenschaften. Schließlich weiß er als Gleichgesinnter, was diese Faszination ausmacht: "Es ist ein Gemeinschaftsgefühl – etwa auf Tauschbörsen –, aber auch persönliches Expertentum, das Herz und Verstand verbindet. Sammeln macht einfach glücklich."