Die Pastinake gehört zu den alten Gemüsesorten und wird schon seit der Antike in Europa kultiviert. Lange war das spindelförmige Wurzelgemüse auch in Deutschland ein Grundnahrungsmittel.

Mit der Ankunft der Kartoffel im 18. Jahrhundert wurde die Pastinake jedoch aus der heimischen Küche verdrängt. Seit der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt in Deutschland die Pastinake zum "Gemüse des Jahres" 2011/2012 kürte, erlebt sie eine kleine Renaissance. Dies liegt auch an ihrer vielseitigen Verwendbarkeit.

Mit ihrem süßlichen Geschmack passt die Wurzel – püriert, gebraten oder gekocht – gut zu Mohrrüben und Kartoffeln und als Gewürz in Suppen. Früher wurde die Wurzel sogar getrocknet und zu Mehl für den Teig verarbeitet – aus dem Ofen kamen Lebkuchen mit einem Hauch von Pastinakenaroma. Für Ernährungsbewusste hat die Pastinake auch heute einiges zu bieten.

Ihr hoher Gehalt an cellulosehaltigen Faserstoffen regt in der Darmflora die Produktion von Bakterienstämmen an, die die Verdauung fördern. Außerdem sind Pastinaken reich an Kalium und damit ein Energiespender für die Muskeln.