Die Beliebtheit von Fahrrädern mit Elektrounterstützung – offiziell heißen sie Pedelec, eingebürgert hat sich der Begriff E-Bike – wächst unaufhörlich. Doch welches Rad ist das Richtige? Wir stellen Ihnen verschiedene Modelle vor.

Für Familien

Ein Lasten-Pedelec kann in der Stadt durchaus ein Auto ersetzen. Man kann ordentlich was reinpacken, es gibt diverse Aufsätze je nach Einsatzzweck (große Pakete, kleine Kinder) und dank E-Motor wird der Schwertransport nicht zum Kraftakt. Aber: Sie brauchen eine gute Unterstellmöglichkeit, am besten eine (Tief-)Garage oder einen überdachten Platz im Hof. Wichtig: Achten Sie auf ordentliche Bremsen und fahren Sie mehrere Räder Probe, denn sie sind sehr unterschiedlich zu manövrieren.

Beispielrad: Riese & Müller Packster 60 Nuvinci Preis: 6078 Euro, Gewicht: 48,2 Kilogramm, Antriebssystem: Bosch Performance Line (Mittelmotor), Akkukapazität: 500 Wh (Verdoppelung auf 1000 Wh durch zweiten Akku möglich). Gut ausgestattet und verarbeitet, angenehm und sicher zu fahren.

Für Stilisten

Design ist Ihnen wichtig? Es gibt immer mehr stylische E-Bikes, oft sieht man ihnen das „E“ nicht mal an. Also: Lassen Sie sich von Ihren Wünschen leiten, suchen Sie ein E-Bike, das Ihnen wirklich gefällt und passt. Mit ausgesuchten Details wird es noch individueller: Es gibt viele schicke Taschen, die im Büro eine gute Figur machen und am Rad an spezielle Halter geklickt werden können.

Beispielrad: Coboc One Soho Preis: 3999 Euro, Gewicht: 13,7 Kilogramm, Antriebssystem: Hinterradnabenmotor, Akku- Kapazität: 352 Wh. Schlicht, edel, als E-Bike fast nicht erkennbar. Nur ein Gang, ein reinrassiger Stadtflitzer.

Für Naturfreunde

Mit E-Motor in die Natur? Vergessen Sie alte Vorurteile – wer nicht so viel trainieren kann, kann mit einem E-Mountainbike großartige Tagestouren oder sogar eine Transalp fahren. Achten Sie auf einen potenten Antrieb eines Markenherstellers, am besten mit Mittelmotor und ausreichend Akkukapazität (500 Wh). Wichtig auf Tour: Überschätzen Sie sich nicht. Treten müssen Sie trotz Unterstützung, und technische Trails sind nichts für Anfänger.

Beispielrad: Conway EMF 527 Plus Preis: 4599 Euro, Gewicht: 25,5 Kilogramm, Antriebssystem: Bosch Performance Line CX (Mittelmotor), Akku-Kapazität: 500 Wh.

Für Pendler

Für tägliche Fahrten unter allen (Wetter-)Bedingungen braucht es hochwertiges Material. Ideal ist ein solides, gut gefedertes und gut ausgestattetes Trekking-Pedelec mit Mittelmotor und ausreichend großem Akku. Übrigens: Sie können ein neues Fahrrad als „Dienstrad“ steuerlich geltend machen.

Beispielrad: Flyer RS 7.00 Preis: 2999 Euro, Gewicht: 26,8 Kilogramm, Antriebssystem: Panasonic (Mittelmotor), Akku- Kapazität: erhältlich mit 432, 540 und 648 Wh. Sehr fahrsicheres und dynamisches Pedelec, dazu sehr hochwertig verarbeitet.

Für Tourenradler

Feierabendrunden, Wochenendtouren, ausgedehnte Urlaubsfahrten: Sie haben viel vor. Ein Touren-Pedelec mit Mittelmotor und Kettenschaltung ist der richtige Begleiter. Liegt der Schwerpunkt des Rades nicht zu weit hinten, sind Hinterradnabenmotoren okay. Achten Sie auf eine gleichermaßen bequeme wie dynamische Sitzposition und auf einen soliden Gepäckträger. Auch wichtig: ein stabiler Hinterbauständer, stabile Laufräder und Reifen mit ordentlich Grip.

Beispielrad: Simplon Chenoa HS 60 Preis: 4424 Euro, Gewicht: 19,8 Kilogramm, Antriebssystem: Bosch Performance Line (Mittelmotor), Akku-Kapazität: mit 400 und 500 Wh verfügbar. Perfekter Tourer, leicht, fahrstabil, hochwertig ausgestattet. Toller Carbonrahmen.

Für Senioren

Sie sind nicht mehr die oder der Jüngste oder körperlich eingeschränkt? Kein Grund, aufs Radfahren zu verzichten – mit Tiefeinsteigern schon gar nicht. Achten Sie aber auf die tatsächliche Durchstiegshöhe – da gibt es Unterschiede. Tiefeinsteiger bieten generell viel Flexibilität und Komfort. Mit Speedliftern am Vorbau etwa lässt sich der Lenker schnell in der Höhe verstellen. Federgabeln, Teleskop-Sattelstützen und voluminöse Reifen packen das Fahrgefühl in Watte. Ketten- oder Nabenschaltung? Geschmackssache – Nabenschaltungen sind jedoch wartungsärmer. Hydraulische Felgenbremsen geben ausreichend Sicherheit.

Beispielrad: Winora Manto M7 Preis: 1899 Euro, Gewicht: 25,9 Kilogramm, Antriebssystem: TranzX M16 (Mittelmotor), Akku- Kapazität: 400 Wh. Gelungener Tiefeinsteiger, sehr fahrsicher und gut abgestimmt.

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