Er sieht mit seiner rissigen, häufig fleckig-rot gefärbten Schale oft alles andere als hübsch aus. Kenner aber wissen, dass beim Granatapfel nicht das Äußere, sondern der innere Wert das wahrhaft Himmlische ist. Die saftigen Samen, von der festen Apfelschale gut geschützt, haben ein süßlich-säuerliches Aroma und schmecken besonders gut zu Wildgerichten und Süßspeisen. Sie lassen sich mit einem Esslöffel aus dem Fruchtfleisch lösen. Oder man halbiert die Frucht, legt sie auf ein Küchenbrett und klopft die Samen mit einem Holzlöffel heraus. Vorsicht dabei aber mit dem roten Saft des Granatapfels! Die Flecken sind hartnäckig und aus der Kleidung kaum herauszuwaschen.

Gesund ist die exotische Frucht allemal. Granatäpfeln wird eine positive Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronischen Entzündungen nachgesagt. Sie enthalten neben viel Vitamin B auch eine hohe Dosis muskel- und nervenstärkendes Kalium sowie Kalzium und Eisen.

Der kleinwüchsige und robuste Granatapfelbaum ist ein sehr altes Obstgehölz. Man geht davon aus, dass seine ursprüngliche Heimat in Westasien liegt. In der griechischen Mythologie und im christlichen Mittelalter spielt der Granatapfel immer wieder eine Rolle: als Stärkung für die Götter oder Symbol von Herrschertugenden auf Wappen und Gemälden. Der Granatapfelbaum ist seit jeher Symbol für Liebe, Fruchtbarkeit und Schönheit.

Heute wird die Frucht vor allem im warmen und sonnigen Mittelmeerraum kultiviert. Die Haupterntezeit liegt zwischen September und Dezember.

Wenn er einmal geerntet ist, reift der Granatapfel wegen seiner dicken Haut nicht mehr nach. Barkeeper greifen zum Granatapfelsirup, auch als Grenadine bekannt, um Cocktails einen herb-süßen Fruchtkick zu verpassen.