Ein Mensch geht ins Pflegeheim – für die Angehörigen stellen sich dann viele Fragen. prisma sagt, was beachtet werden muss.

Wenn Menschen nicht mehr selbstständig essen können oder mehrmals täglich frische Windeln brauchen, kann ein Pflegeheim die richtige Entscheidung sein. Ulrike Kempchen, Leiterin der Rechts- und Beratungsabteilung beim BIVA-Pflegeschutzbund, weiß, worauf es bei der Suche nach einem Pflegeplatz ankommt:

"In einem ersten Schritt sollte man gemeinsam mit dem Pflegebedürftigen eine Checkliste erstellen und jene Punkte aufschreiben, die einem bei der Versorgung besonders wichtig sind." Mit Fragen wie "Gefällt uns die Umgebung?", "Wie weit ist das Pflegeheim von zuhause entfernt?", "Welche Zimmerkategorien gibt es?" könne man sich einen ersten Überblick verschaffen. Allen voran sollte die Einrichtung, so die Expertin, eine fachlich gute Pflege bieten und ausreichend Personal einsetzen.

Sobald man sich auf zwei bis drei Favoriten festgelegt hat, empfiehlt Ulrike Kempchen, sich die Einrichtungen persönlich anzusehen. Vor Ort können sich Angehörige dann auch detaillierter über die Kosten informieren. Der BIV-Pflegeschutzbund kalkuliert mit durchschnittlich etwa 1800 Euro Eigenanteil. Je nach Einkommenssituation und Pflegegrad können Bedürftige bei ihrem Sozialhilfeträger Zuschüsse beantragen