Wie das Wohnen im Jahr 2020 aussieht, zeigen Möbeldesigner und Innenausstatter ab dem 17. Januar in Köln auf der Internationalen Einrichtungsmesse imm cologne. Besucher können mehr als 10.000 Möbel und Einrichtungstrends entdecken. prisma hat die wichtigsten Trends bereits im Vorfeld aufgespürt.

Hauptsache gemütlich: Das Zuhause als Wohlfühlort

Die Deutschen lieben ihr Zuhause – und investieren immer mehr, um es wohnlich zu machen. Das Motto: Hauptsache gemütlich. "Unser Zuhause ist unsere Basis, hier wollen wir eine heile Welt kreieren", sagt Trendanalyst Frank A. Reinhardt. Er ist davon überzeugt, dass der Trend zur Wohnlichkeit mit den Bildern zusammenhängt, die wir auf Instagram und Pinterest zu sehen bekommen. Eine große Bedeutung kommt beim Trend zur Wohnlichkeit dem Schlafzimmer zu. "Es soll ein Ort der Entspannung und des Rückzugs sein. Zumal die Gesundheitsforschung zeigt, dass guter Schlaf unglaublich wichtig ist", sagt Ursula Geismann, Sprecherin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Bevorzugt wird ein zeitloses Design, der Trend geht weg vom durchgestylten Schlafzimmer, dessen Bestandteile alle von einem Hersteller und aus einer Serie kommen. Es darf durchaus gemischt werden. Beliebt: Kopfteile. Nicht nur aus optischen Gründen. Sie vermitteln das Gefühl von Geborgenheit und schirmen gegen die – oft kalte – Wand ab. Auch auf Gemütlichkeit im Bad wird immer mehr Wert gelegt. Schließlich verbringt der Durchschnittsdeutsche hier 40 Minuten am Tag, Tendenz steigend.

Retro bleibt

Vintage und Retro bestimmen nicht nur die Kleidung, sondern auch den Möbelgeschmack. Das ist schon seit einigen Jahren so – und bleibt auch 2020. Ursula Geismann tippt, dass in diesem Jahr die 70er ein Comeback erleben werden – inklusive Cord-Bezügen für Sofa und Sessel. Dass Stoffen und Farben eine große Bedeutung zukommen wird, zeigt sich auch auf der imm: Muster, 3D-Strukturen, Tapeten und Teppiche liegen im Trend.

Natürlichkeit – Wohnen mit der Natur

Nachhaltigkeit wird für Verbraucher immer wichtiger, auch wenn es um die Einrichtung geht. Sie wünschen sich natürliche Materialien wie Holz. Die Möbel sollen wertig sein und nicht nach ein oder zwei Jahren auf dem Sperrmüll landen. Trendanalyst Frank A. Reinhardt berichtet, dass immer häufiger nach der Herstellungsgeschichte von Produkt und Unternehmen gefragt wird.

Smart Home: Intelligente Möbel und Beleuchtung

Die Digitalisierung spüren wir schon längst nicht mehr nur beim Blick auf Computer oder Smartphone. Auch was die Einrichtung des eigenen Zuhauses angeht, gibt es immer mehr Technik, auf die man zurückgreifen kann. Das fängt an bei Beleuchtung, die per App und Sprachkommando gesteuert wird, geht weiter über den smarten Kühlschrank, der automatisch Dinge auf die Einkaufsliste setzt oder sogar bestellt, und endet bei der Schublade im Schlafzimmerschrank, die sich über Sprachsteuerung öffnen lässt. "Wobei man sich die Frage stellen muss, ob das wirklich sinnvoll ist", sagt Ursula Geismann. "Wenn ich schon vor der Schublade stehe, kann ich sie auch selbst aufziehen." Viel Potenzial hingegen sieht sie bei der Sprachsteuerung an sich, egal, ob es darum geht, die Raumtemperatur zu ändern oder das Licht zu dimmen. "Gerade für Senioren bedeutet das eine enorme Erleichterung, weil sie sich nicht mit umständlicher Technik auseinandersetzen müssen", sagt Geismann. Das hat auch die Möbelindustrie bereits gemerkt – und tüftelt daran, Sprachsteuerung und gemütliches Zuhause zu kombinieren.

Smart Living: Wohnen nach Maß

Es gibt immer mehr Singlehaushalte. In den Städten ist der Wohnraum begrenzt, die Mieten sind hoch, die Wohnungen werden kleiner. "Dafür gibt es multifunktionale Möbel", sagt Ursula Geismann. Der Klassiker ist das Schlafsofa. Aber die Möbelindustrie kann mittlerweile viel mehr. Auf der imm werden Systemmöbel und einzelne Möbelstücke gezeigt, die auf unterschiedliche Raummaße angepasst werden können, höhenverstellbar sind und gleich mehreren Zwecken dienen können.

3 FRAGEN AN ...

...Dick Spierenburg ist Architekt, Innenarchitekt – und Creative Director der Einrichtungsmesse imm Cologne.

Seit 2009 organisieren Sie die imm cologne. Wie hat sich unser Verhältnis zu Möbeln in diesen Jahren geändert?

Spierenburg: Wir fühlen uns freier in unserer Auswahl. Wir sind kritischer, wenn es darum geht, Möbel für unser Zuhause auszuwählen, aber auch kreativer. Es gibt nicht mehr den einen Stil, den wir uns vorschreiben lassen. Stattdessen entscheiden sich die Menschen für eine individuelle Kombination.

Was ist Ihr Lieblingsbereich der imm 2020 und warum?

Spierenburg: Ganz klar: das Haus. Das gibt es zum neunten Mal. Es ist ein Projekt, bei dem Designer und Kreative aus aller Welt einen eigenen Pavillon komplett einrichten. Und da entstehen jedes Jahr die neuesten, unterschiedlichsten Ideen dazu, wie man leben kann. Dieses Jahr haben wir zwei spanische Designer, die unter dem Motto "Interior Outside" zeigen, wie man mediterran lebt – mit ganz viel Fokus auf den Außenbereich.

Was darf Ihrer Meinung nach 2020 in keinem Zuhause fehlen?

Spierenburg: Total wichtig ist ein offener Raum, der sich zum Entspannen eignet, in dem man sich treffen, aber auch kochen kann. Wo man sich hinsetzen und lange miteinander reden kann. Ich träume von Räumen ohne Grenzen.

VERLOSUNG

Fernsehen mit prisma und Himolla: Anlässlich der imm cologne verlosen wir den Fernsehsessel Cosyform 2.0 7500 der Marke Himolla. Zum Mitmachen einfach bis zum 17.1. unter 01379/88 85 10* anrufen. Viel Glück!

*0,50 Euro/Anruf a. d. dt. Festnetz/ Mobilfunk abweichend. Der Sachpreis wurde prisma vom Kooperationspartner unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Keine Barauszahlung des Sachpreises möglich. Rechts- und Postweg sind ausgeschlossen. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre. prisma-Mitarbeiter und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen. Teilnahmebedingungen auf www.prisma.de/agb. Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Erhebung von Daten erfolgt ausschließlich zur Gewinnerziehung. Informationen zum Datenschutz unter www.prisma.de/datenschutz.