12.01.2026 Nachbericht

Bowie ermutigte ihn: Frank Schätzing

Ein Kölner in Düsseldorf: Bestseller-Autor Frank Schätzing war zu Gast bei prisma und gab einen Einblick in seine Arbeit und sein Leben. Anlass war der neue Roman „Space Boy“.

Geschätzte 6000 bis 7000 Seiten hat Frank Schätzing nach eigenen Angaben bisher als Schriftsteller gefüllt. Mit Ideen, die ihm meist morgens unter der Dusche kommen. Dabei ist die Themenvielfalt mehr als imposant: von historischen Krimis wie „Tod und Teufel“ und „Helden“ über Science-Fiction wie „Der Schwarm“ und „Limit“ bis zu Autobiografischem wie seinem neuen Werk „Spaceboy“. Mit letzterem im Gepäck war Schätzing der Einladung von prisma-Chefredakteur Stephan Braun gefolgt und ins Verlagshaus nach Düsseldorf gekommen. Zahlreiche prisma-Leser hatten sich ebenfalls eingefunden und lauschten interessiert den Ausführungen Schätzings. Sie erfuhren dabei allerlei Interessantes über den Arbeitsprozess des 68-Jährigen. So arbeitet der Kölner tagsüber diszipliniert an seinen Büchern und kehrt gerne nach Mitternacht noch einmal für ein, zwei Stunden zurück an den Schreibtisch. Für ihn ist das Schreiben eben sein Job. „Ich warte nicht bis die Muse mich küsst, ich küsse lieber selbst“ ist sein Credo. „Space Boy“, aus dem er gut gelaunt und witzig vorlas, ist die Geschichte seines eigenen Erwachsenwerdens, stets verbunden mit dem großen Idol David Bowie. „Ich war ein Außenseiter und Bowie ermutigte mich, kreativ zu werden.“ 1969 hörte er „Space Oddity“ und war begeistert. „Ich habe intuitiv gespürt, dass dieser Song ein eigener Film war“, sagt Schätzing in der Retrospektive. Er selbst wurde zum intuitiven Träumer, fand durch die Musik zu sich selbst. Der ist er übrigens bis heute treu geblieben. „Das ist meine erste Liebe, erst dann kommt das Schreiben.“ Knapp eine Stunde berichtete er von seiner weiteren Karriere, bevor die persönliche Signierstunde begann.

„Spaceboy – Über David Bowie. Über mich.“
von Frank Schätzing, Kiepenhäuer & Wietsch, 400 Seiten, 24 Euro
ISBN: 978-3-462-01094-7