23.02.2026 Paralympics-Überblick

Hoffnung auf Medaillenregen

Die Paralympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina stehen bevor. ARD, ZDF und Eurosport berichten über die spannenden Wettkämpfe, bei denen Deutschland mit einem starken Team antritt. Besonders Anna-Lena Forster und Marco Maier gelten als Medaillenhoffnungen.

Vom 6. bis 15 März finden in Mailand und Cortina die Paralympischen Winterspiele statt. Rund 665 Athletinnen und Athleten werden erwartet. prisma bietet einen Überblick über Disziplinen und Abläufe. 
Es werden 79 verschiedene Wettkämpfe in sechs Sportarten ausgetragen. Aus Mailand und Cortina berichten ARD und ZDF. Zudem zeigt Eurosport täglich Highlights im Streaming und im TV. Die Athleten werden in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Dieses Klassifizierungssystem beinhaltet drei Kategorien:  stehend, sitzend oder sehbehindert. Innerhalb dieser Kategorien gibt es unterschiedliche Startklassen, die sich nach dem Grad der Einschränkung der Athleten richten.

Hier werden die Sportarten kurz vorgestellt:

Para Biathlon
Para Biathlon gehört wie Para Langlauf zum Para Ski nordisch. Die Athleten messen sich in einem Rundkurs und müssen pro Fehlschuss eine weitere Runde absolvieren. Beim Messen der Zeit spielt die Art der Einschränkung des Athleten eine Rolle, nach denen diese in die oben erwähnten Kategorien eingeteilt werden.

Para Skilanglauf
Die Sportler treten auch hier sitzend, stehend oder sehbehindert an. So kann sich zum Beispiel ein Athlet, der aufgrund seiner Gehbehinderung nicht auf Skiern stehen kann, mit einem Schlitten sitzend fortbewegen – ausschließlich unter Zuhilfenahme seiner Arme. Sehbehinderten Langläufern wird ein Guide zur Verfügung gestellt, der Kommandos ruft.

Para Ski Alpin
In dieser traditionellen Disziplin treten Sportler mit Amputationen, funktionalen Einschränkungen an Armen und Beinen oder mit einer Sehbehinderung gegeneinander an. Für Menschen, die im Alltag einen Rollstuhl nutzen, gibt es die Möglichkeit, einen Monoski zu verwenden. Sehbehinderte Athleten starten mit einem Guide, der die Sportler mit Kommandos unterstützt. 

Para Snowboard
Seit 2014 hat es diese Trendsportart zur paralympischen Disziplin gebracht. Die Athleten sind an den oberen oder unteren Extremitäten beeinträchtigt. Sportler, denen ein Bein amputiert wurde, fahren mit einer Prothese. Es gibt zwei Wettkämpfe – den Snowboardcross und den Banked Slalom. Beim Snowboardcross geht es darum, einen Abfahrtparcours mit Hindernissen wie Schanzen oder Senken in einer möglichst guten Zeit zu bewältigen. Der Banked Slalom ist eine Strecke mit Hügeln und Sprüngen, der ebenfalls in möglichst kurzer Zeit absolviert werden muss. 

Para Eishockey
Auch Para Eishockey wird auf Schlitten gespielt. Die Spieler verwenden zwei Schläger, die am unteren Ende mit Spikes ausgestattet sind und gleichzeitig als Werkzeug dienen, um zu schießen oder zu passen. 

Rollstuhlcurling
Diese Disziplin ist seit 20 Jahren im Programm der Paralympischen Winterspiele. Zwei Teams zu je vier Spielern treten gegeneinander an. An beiden Enden der rechteckigen Spielfläche befindet sich eine Zielscheibe mit vier Ringen, die „Haus“ genannt wird. Die Spieler versuchen nun, einen Curlingstein möglichst in die Mitte des Hauses zu schieben. 

Deutschland gehört traditionell zu den starken Nationen im Winter-Para-Sport. In diesem Jahr gibt es zudem das drittgrößte deutsche Team in der Geschichte der Paralympischen Winterspiele. Die größten Chancen liegen beim Para Ski Alpin, Para Biathlon, und Para Langlauf. Die deutschen Medaillenkandidaten stellen wir Ihnen kurz vor: Anna-Lena Forster ist im Para Ski Alpin die größte deutsche Medaillenhoffnung und die Top-Favoritin. In Peking gewann sie 2022 zweimal Gold und ist auch  als Weltmeisterin konstant auf dem Podest anzutreffen. Im Para Biathlon/Para Langlauf  macht sich Marco Maier aus dem Allgäu Hoffnung auf eine Medaille (2022 in Peking zweimal Silber als Newcomer). Mittlerweile gehört er als WM-Medaillengewinner in Biathlon und Langlauf  zum Favoritenkreis.

Kathrin Marchand und Merle Menje nehmen erstmals an Paralympischen Winterspielen teil, können aber bereits Erfahrungen bei Paralympischen Sommerspielen vorweisen. Johanna Recktenwald ist eine starke Biathletin mit Präzision am Schießstand und sehr guter Ausdauer. Sie wird als aufstrebende Medaillenhoffnung gehandelt.
Leonie Walter  aus Freiburg ist wie Johanna Recktenwald mehrfache Medaillengewinnerin. Sie geht ebenso als Hoffnung in die Rennen wie Linn Kazmaier, deren Stärken Biathlon und Langlauf sind. Für Anja Wicker sind es bereits die vierten Winter-Paralympics. Die querschnittsgelähmte Athletin ist eine erfahrene Para-Skilangläuferin und Biathletin, die schon mehrfach auf Weltcup- und WM-Podesten stand. Im 
Para Eishockey ist Deutschland erstmals nach 20 Jahren Pause wieder dabei. Das Team um Kapitän Jan-Malte Brelage will zu gerne für eine Überraschung sorgen.

„sportstudio live: Eröffnungsfeier der Paralympics 2026“ Freitag, 6. März, 20 Uhr in der ZDF Mediathek