01.12.2020 Traditionsgebäck

Kein Weihnachten ohne Stollen

Christstollen: Ein Genuss für die ganze Familie.
Christstollen: Ein Genuss für die ganze Familie.  Fotoquelle: GettyImages/Westend61/Thomas Jäger

Der Christstollen gehört für viele zum Weihnachtsfest genauso dazu wie die festlich geschmückte Tanne. Das beliebte Gebäck hat in Deutschland eine lange Tradition.

Als die älteste Erwähnung des Stollens gilt das Naumburger Innungsprivileg aus dem Jahr 1329. Es handelte sich der Überlieferung nach um lange Weißbrote aus Weizen, eine nähere Rezeptur ist jedoch nicht bekannt. Im 14. Jahrhundert war der Stollen eine luxuriöse Weihnachtsverpflegung, im Vergleich zu den heutigen Backwaren dennoch sehr schlicht. Butter durfte übrigens erst verwendet werden, als Papst Innozenz VIII. im Jahr 1491 mit dem sogenannten Dresdner Butterbrief an den sächsischen Kurfürsten das Verbot von Butter in der Fastenzeit aufhob. Stollen war damals ein beliebtes Fastengebäck.

Heutzutage werden Stollen ganzjährig hergestellt, aber hauptsächlich zu Weihnachten gegessen. Laut dem Deutschem Lebensmittelbuch enthalten sie auf 100 Teile Getreideerzeugnisse mindestens 30 Teile Butter oder andere Fetterzeugnisse sowie 60 Teile Sultaninen oder Korinthen, Citronat und Orangeat. Stollen sind monatelang haltbar, außer wenn sie mit relativ viel Flüssigkeit hergestellt werden. Es gibt unter anderem Mandel-, Marzipan-, Butter-, Quark- und Nussstollen.

Der Mönchengladbacher Konditormeister Heinz-Richard Heinemann ist für seine Stollen bekannt. Auf seiner Webseite (www.konditorei-heinemann.de) stellt er ein Rezept für den klassischen Christstollen zum Nachbacken zur Verfügung.

Das könnte Sie auch interessieren