29.06.2016 Mehmet Scholl und Oliver Kahn

Aufregung um angebliche Millionen-Honorare für EM-Experten

Mehmet Scholl ist als ARD-Experte bei der Euro 2016 im Einsatz.
BILDERGALERIE
Mehmet Scholl ist als ARD-Experte bei der Euro 2016 im Einsatz.  Fotoquelle: WDR/Paul Ripke

ARD und ZDF setzen bei der Berichterstattung rund um die Europameisterschaft in Frankreich auf die Einschätzungen von Oliver Kahn und Mehmet Scholl. Für ihren Job als TV-Experten sollen die ehemaligen Bayern-Spieler ein Millionen-Honorar kassieren. Die Aufregung ist groß.

Dass sich Oliver Kahn und Mehment Scholl ihre Dienste als TV-Experte bezahlen lassen, ist völlig klar. Die vom Medienmagazin "kress pro" genannten Honorare sorgen jetzt allerdings für Wirbel. Dem Bericht zufolge sollen Kahn und Scholl bis zu 50.000 Euro pro Einsatztag bekommen. Die ARD überweise Scholl somit insgesamt 1,6 Millionen Euro und auch Kahn verdiene siebenstellig.

"Es gleicht beinahe schon vorsätzlicher Bösartigkeit"

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ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky weist die genannten Summen derweil entschieden zurück: "Es gleicht beinahe schon vorsätzlicher Bösartigkeit, welche Zahlen auch hier im Zusammenhang mit dem Expertenvertrag von Mehmet Scholl geschrieben und vervielfältigt werden."

Generell werde sich die ARD zu vertraglichen Inhalten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht äußern. Die derzeit im Raum stehenden Summen würden jedoch "nicht annähernd der Realität" entsprechen und "entbehren jedweder Grundlage", so Balkausky.

Von der Realität so weit entfernt wie die Engländer vom EM-Titel

Auch Scholl äußerte sich zu dem Bericht und sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass die von einem "offenbar bösartigen Journalisten" in Umlauf gebrachte angebliche Höhe seines Honorars von der Realität so weit entfernt sei "wie die Engländer von einem EM-Titel, nämlich meilenweit."

ZDF-Experte Oliver Kahn schrieb indes auf seiner Facebook-Seite, dass eine "eklatante Falschmeldung" verbreitet werde, die "bewusst Neid und Missgunst in der Öffentlichkeit in Kauf nimmt und den Zuschauern die Freude an der Berichterstattung vermiesen soll." Rechtliche Schritte behalte er sich vor.

 

Auch ZDF-Sport-Chef Dieter Gruschwitz dementierte die genannten Honorare. Die Zusammenarbeit mit Kahn basiere auf einer Pauschalvereinbarung über zwei Jahre und die nun veröffentlichten Zahlen "entbehren jeglicher Grundlage."

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