Eine Studie hat ergeben, dass der Machismo wieder ein Comeback erlebt – und sogar stärker wird als jemals zuvor. Warum das so ist, versucht, diese 3sat-Doku zu ergründen.

Der Ruf der Frauen nach Gleichberechtigung ist laut. Sie gehen gegen das Patriarchat und vor allem gegen Gewalt vor, doch das Problem lässt sich nicht so einfach lösen. Warum ist das so? Wie eine Studie der Universität Zürich offenlegte, hat es einen bestimmten Grund, warum sich junge Frauen heute schwertun, gehört zu werden: Die Macho-Einstellung der jungen Männer verbreitet sich wieder und wird sogar noch stärker ausgelebt als bisher. Die Dokumentation "Die kleinen Machos sind zurück", die nun auf 3sat erstmals im deutschen Free-TV gezeigt wird, untersucht, warum der Machismo wieder zunimmt.

Ein Grund dafür, so legt der Beitrag dar, ist beispielsweise die Musikrichtung Rap. Die oft expliziten Aussagen in den Songtexten (im Film geht es um französische Stücke), die teilweise frauenfeindlich sind, haben einen großen Einfluss auf die Einstellung junger Männer. Die Rapkultur habe dazu beigetragen, dass Jungs wieder verstärkt ein Macho-Verhalten an den Tag legen. Nicht neu ist, dass daneben auch die Pornoindustrie boomt – und damit auch das darin vermittelte Frauenbild.

Die Filmemacher rund um Sofia Pekmez und Wilfred Rebetez mischen sich für die Dokumentation mitten unter die Machos: Im Skatepark, im Boxring, in der Schule oder an anderen Orten, wo sie sich regelmäßig aufhalten, erzählen die jungen Männer von ihren Erfahrungen. Aber auch junge Frauen kommen zu Wort und berichten, wie sie Opfer von gewalttätigen Männern wurden. Mithilfe gestellter Szenen und Grafiken analysieren Sozialpädagogen, Psychologen, Jugendbetreuer und Forscher das Phänomen.

Die kleinen Machos sind zurück – Mi. 22.01. – 3sat: 21.05 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH