In "Nur mit dir zusammen" standen Vanessa Mai und Axel Prahl gemeinsam vor der Kamera. Und das gleich in Doppelfunktion: beide als Musiker und Schauspieler.

Für Vanessa Mai war es die erste Filmrolle. Im Interview spricht sie darüber, was beim Dreh für sie die größte Herausfoderung war. Das Interview mit Axel Prahl lesen Sie übrigens hier.

Mit "Nur mit dir zusammen" standen Sie das erste Mal als Schauspielerin vor der Kamera. Wie kam es zu der Filmrolle?

Vanessa Mai: Ich habe immer Lust, etwas Neues auszuprobieren und mich auch neuen Herausforderungen zu stellen. Deshalb hatte ich bei "Let's Dance" mitgemacht und bin damals in die Jury von DSDS gegangen. Es war unheimlich interessant und hat sehr viel Spaß gemacht, mit Größen wie Axel Prahl oder Elena Uhlig zu spielen. Da konnte ich viel lernen.

Als Juli spielen Sie eine aufstrebende Musikerin, die keinen Kontakt mehr zum ehemals berühmten Vater hat und schwer erkrankt. Keine leichte Kost und gar nicht rosa-rot, wie die Schlagerwelt so gern vermittelt. War es sehr schwierig, sich in die Rolle einzuarbeiten?

Mai: Die Tragik in diesem Melodram darzustellen, war nicht so schwierig. Viel schwieriger war es, mich in Probleme hineinzufühlen, die mir völlig fremd sind. Die Auseinandersetzung mit dem Vater – ich liebe meinen Vater. Die schwere Krankheit – ich war zum Glück noch nie schwer krank. Man sagt auch, die Schlagerwelt sieht alles durch eine rosarote Brille. Natürlich ist das Showgeschäft darauf aus, den Menschen Freude zu bringen, Spaß zu machen, ein wenig Glück zu vermitteln. Andrerseits: Es gibt so viele Berufe, in denen man seine wahren Gefühle nicht öffentlich machen kann. Nehmen sie nur eine Kellnerin im Restaurant oder den Hotelportier. Vielleicht geht es diesen Leuten gerade auch ganz schlecht, trotzdem müssen sie den Gästen freundlich begegnen.

Haben Sie beim Dreh viel gelernt? Auch über sich selbst?

Mai: Natürlich habe ich viel gelernt, als ich mit diesen wunderbaren Schauspielern vor der Kamera stehen durfte. Es war nicht so, dass sie mir gesagt hätten, mach mal das oder jenes, aber sie gaben mir die Chance zu meinem Spiel und haben mich dabei unterstützt.

Werden wir Sie also demnächst öfter in Filmen zu sehen bekommen, wenn das Angebot stimmt? Könnte die Schauspielerei ein zweites Standbein für Sie werden?

Mai: Es macht sehr viel Spaß, vor der Kamera zu stehen. Aber die Musik wird bei mir immer das Wichtigste sein. Sollte sich jedoch wieder mal die Gelegenheit ergeben, vor der Kamera zu stehen, bin ich nicht abgeneigt.

Es gibt Gesangskollegen, die Rollen in Soaps übernommen haben. Käme so etwas für Sie auch infrage oder sollten zukünftige Rollen seriös sein – wie eben in "Nur mit dir zusammen"?

Mai: Ich bin einmal bei GZSZ in einer Gastrolle als Vanessa Mai aufgetreten und habe meinen Song gespielt. Aber das war nicht vergleichbar mit der Hauptrolle in diesem Film.

Eine Frage noch zum Abschluss zu Ihrem Film-Namen: "Juli" klingt wie eine Anspielung auf Mai und kommt eher wie ein ungewollter Gag rüber. Hatten Sie da auch Bedenken oder war Ihnen das egal?

Mai: Ganz ehrlich – ich hatte die Verbindung im ersten Moment gar nicht bemerkt. Mein Vorname ist ja Vanessa. Aber warum sollte die junge Sängerin nicht Juli heißen? Juli…Julia… ist doch ein schöner Name?

Das Interview mit Axel Prahl zu "Nur  mit dir zusammen" lesen Sie hier.