Film im ZDF

"Ella Schön – Schiffbruch": Ein Brand und seine Folgen

von Hans Czerny

Nachdem ihr Haus abgebrannt ist, zieht sich Ella Schön im sechsten Teil der Reihe immer mehr in sich selbst zurück. Vor Gericht verteidigt sie Christinas Mutter – was der überhaupt nicht passt.

ZDF
Ella Schön – Schiffbruch
Komödie • 01.11.2020 • 20:15 Uhr

Noch immer leidet Annette Frier als Gerichtsreferendarin mit Asperger-Syndrom unter dem Schock, den der Brand ihres Hauses in ihr verursacht hat. In der sechsten Folge, "Schiffbruch", zieht sich Ella noch mehr in sich selbst zurück. Dass sie ausgerechnet die Mutter ihrer WG-Genossin Christina (Julia Richter) in einem Umweltskandal – dem Bau eines Hotels – verteidigen muss, kommt ihr da gelegen. Dass das zunächst ohne Wissen Christinas geschieht, will die Freundin nicht begreifen. Es droht ein schwerer Konflikt, zumal Christina Ella auch beschuldigt, eine Londonreise ihres Sohnes mit dessen plötzlich auf der Bildfläche erschienenem Vater einzufädeln.

Auch in der neuesten "Ella Schön"-Episode (Regie: Holger Haase) erweisen sich die gegensätzlichen Charaktere – Ellas steife Correctness im Gegensatz zu Christinas durcheinandergekommenem Gefühlshaushalt – recht tragfähig in ihrer versteckten Komik.

Annette Frier erhält übrigens von Menschen mit der Besonderheit des Asperger-Syndroms, einer milderen autistischen Sonderform, viel Zuspruch. "Man bekommt natürlich permanent Rückmeldungen, wenn man sich mit so einem Film aus dem Fenster lehnt. Diese Rückmeldungen sind zu 95 Prozent sehr positiv", erklärte sie im Interview.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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