Gerade nach den schlimmsten sozialen Spannungen, die die Flüchtlingskrise über Deutschland brachte, sehen sich viele Deutsche, die dunkle Haut haben, Anfeindungen ausgesetzt. Die Reportage stellt mehrere Einzelschicksale vor.

"Ich bin stolz, Deutscher zu sein, stolz auf dieses Land." – Das sagt kein tumber, nationalistisch verblendeter Rechtsradikaler, sondern Ewane aus Kamerun, ein angehender Polizist aus der Lüneburger Heide. Der heute 28-Jährige wurde in Kamerun geboren, seine Mutter starb bei seiner Geburt, eine neue Heimat fand er in Deutschland – als er von einem Arzt adoptiert wurde.

Ewanes Wertvorstellungen – Offenheit, eine positive Grundeinstellung, der Wunsch, Sinnstiftendes zu tun – das alles teilt er mit vieler seiner Landsleute, die wie er den gleichen weinroten Pass haben. Doch es hat sich etwas verändert. Immer häufiger ist der junge Afro-Deutsche Anfeindungen – und plumpen Vorurteilen – ausgesetzt.

Diese schmerzliche Erfahrung teilt er in der ZDF-Reportage "37°: Schwarze Haut – deutscher Pass" mit Esi, einer 51-jährigen Zuckerbäckerin aus dem Schwabenland, deren Wurzeln in Ghana liegen, sowie Emiliano aus Mosambik, einem passionierten Schrebergärtner, der in Dresden lebt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst