Hollywood trauert um einen Horror-Pionier: Tobe Hooper, der 1974 mit "Texas Chainsaw Massacre" nicht nur die Filmwelt schockte, starb am Sonntag im Alter von 74 Jahren in Los Angeles. Die Gerichtsmedizin des Los Angeles County spricht von einem natürlichen Tod. Hooper, der zweimal verheiratet war, hinterlässt einen Sohn.

Nachdem er seine Karriere als TV-Dokumentarfilmer begonnen hatte, versuchte der gebürtige Texaner Anfang der 70er-Jahre, mit einem Low-Budget-Horrorfilm über Kannibalen einen Fuß in die Türen der Filmstudios zu bekommen. Mit Erfolg: Trotz angewiderter Reaktionen der Kritiker entwickelte sich "The Texas Chainsaw Massacre" zum Überraschungserfolg – und zum Genreklassiker, der mehrfach fortgesetzt und neu aufgelegt wurde. Weitere Erfolge feierte Hooper mit der TV-Miniserie "Brennen muss Salem" (1979) sowie dem Gruselhit "Poltergeist" (1982).

"Tobe Hooper, ein gütiger, warmherziger Mann, der den furchteinflößendsten Film aller Zeiten machte", twitterte William Friedkin ("Der Exorzist") über den verstorbenen Freund und Kollegen. Ganz ähnliche Worte fanden Horrormeister John Carpenter und jüngere Gruselexperten wie James Wan, Eli Roth und Edgar Wright. Erst Mitte Juli verlor das Horrorgenre mit George A. Romero einen seiner Vorreiter.


Quelle: teleschau – der Mediendienst