Spencer & Hill Klassiker

Das sind die besten Filme von Bud Spencer und Terence Hill

15.06.2026, 06.30 Uhr
In den 70er-Jahren Kinokassenschlager, bis heute immer wieder im Fernsehen wiederholt – und gerne gesehen: Das sind die besten Actionkomödien des legendären Leinwand-Duos Bud Spencer und Terence Hill.

Sie waren nicht nur, aber vor allem auch in Deutschland in den 70er-Jahren absolute Publikumslieblinge: Kaum ein Leinwandduo war so erfolgreich und eigenwillig wie Bud Spencer und Terence Hill. Und ihre Filme waren nicht nur Haudrauf-Klamauk, sondern begeisterten mit Tempo, Witz und manchmal auch Gesellschaftskritik – wie diese zehn ihrer Leinwandabenteuer.

Platz 10: "Gott vergibt – Django nie!" (1967)

Bevor Bud Spencer und Terence Hill zu den unangefochtenen Königen der Prügelkomödie wurden, zeigten sie in "Gott vergibt – Django nie!" eine deutlich düsterere Seite. Der Italo-Western erzählt die Geschichte zweier Männer, die nach einem Zugüberfall auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes stehen: Bill San Antonio (Terence Hill) jagt als Revolverheld die Täter, während sein alter Freund Cat Stevens (Bud Spencer) längst ein respektierter Bürger geworden ist. Gemeinsam geraten sie in einen Strudel aus Verrat, Gewalt und Rache.

Anders als ihre späteren Filme setzt das Werk auf harte Schießereien, ernste Konflikte und eine raue Atmosphäre. Gerade deshalb ist der Film heute besonders spannend: Er zeigt das Duo in einer Übergangsphase – kurz bevor aus zwei Western-Darstellern das wohl erfolgreichste Leinwandpaar Europas wurde. Wer die Anfänge von Spencer und Hill kennenlernen möchte, kommt an diesem Klassiker nicht vorbei.

Platz 9: "Zwei bärenstarke Typen" (1983)

Mit "Zwei bärenstarke Typen" bewiesen Bud Spencer und Terence Hill, dass sie auch in den 80er-Jahren noch für großen Kinospaß sorgen konnten. Die beiden Kleinganoven Doug und Rosco wollen eigentlich nur der Polizei entkommen, geraten jedoch durch eine Verkettung absurder Umstände in eine internationale Geheimdienstaffäre. Plötzlich werden sie für Top-Agenten gehalten und müssen eine Weltverschwörung stoppen.

Hinter dem größenwahnsinnigen Plan des Schurken K1 steckt eine Maschine, die den Menschen das Verständnis für Zahlen rauben soll – ein herrlich verrückter Einfall, der perfekt zum überdrehten Humor des Films passt. Zwischen Agentengadgets, Verfolgungsjagden und den obligatorischen Massenschlägereien liefern Spencer und Hill ihre gewohnt starke Chemie ab. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Buddy-Komödie und Agentenparodie, die bis heute zu den unterhaltsamsten Spätwerken des Duos zählt.

Platz 8: "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" (1972)

Kaum ein Film vereint die typischen Zutaten eines Spencer-und-Hill-Abenteuers so gelungen wie "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" (Montag, 15. Juni, 20.15 Uhr, Kabel Eins): Die beiden Piloten Plata und Salud schmuggeln alles, was sich transportieren lässt, und geraten nach einer Bruchlandung mitten in den südamerikanischen Dschungel. Dort stoßen sie auf ein Diamantenschürferlager, in dem die Arbeiter von skrupellosen Geschäftemachern ausgebeutet werden. Natürlich können die beiden Draufgänger nicht tatenlos zusehen.

Was folgt, ist eine Mischung aus Abenteuerfilm, Komödie und Sozialmärchen, bei der Spencer und Hill erneut die Rolle der unfreiwilligen Helden übernehmen. Besonders reizvoll ist das exotische Setting, das den Film von vielen ihrer anderen Produktionen unterscheidet. Dazu kommen flotte Wortgefechte, spektakuläre Prügeleien und jede Menge Situationskomik. Ein Paradebeispiel dafür, wie das Duo selbst ernste Themen mit Leichtigkeit und Humor verbinden konnte.

Platz 7: "Das Krokodil und sein Nilpferd" (1979)

Afrika bietet die Kulisse für eines der charmantesten Abenteuer des Kult-Duos: In "Das Krokodil und sein Nilpferd" spielen Terence Hill und Bud Spencer die Vettern Slim und Tom, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während Slim als engagierter Tierschützer gegen Wilderer kämpft, verdient Tom sein Geld damit, Touristen durch die Savanne zu fahren. Die ständigen Streitereien der beiden sorgen bereits für reichlich Unterhaltung. Als jedoch ein skrupelloser Geschäftsmann die einheimische Bevölkerung vertreiben und die Natur für seine eigenen Interessen ausbeuten will, ziehen sie an einem Strang.

Der Film verbindet spektakuläre Tieraufnahmen mit klassischer Spencer-und-Hill-Komik und transportiert dabei sogar eine frühe Botschaft für Natur- und Artenschutz. Legendär sind die Prügelszenen, die hier besonders kreativ inszeniert wurden. Ein Fan-Favorit, der Abenteuer, Humor und Herz auf ideale Weise miteinander verbindet.

Platz 6: "Die rechte und die linke Hand des Teufels" (1970)

Dieser Film veränderte alles. Zwar hatten Bud Spencer und Terence Hill bereits zuvor gemeinsam vor der Kamera gestanden, doch erst "Die rechte und die linke Hand des Teufels" machte sie zu dem Duo, das Millionen Zuschauer lieben lernten. Hill spielt den lässigen Revolverhelden Trinità, Spencer dessen grimmigen Halbbruder Bambino. Gemeinsam geraten sie in einen Konflikt zwischen friedlichen Mormonen-Siedlern und einem machtgierigen Großgrundbesitzer.

Die Handlung dient dabei vor allem als Bühne für den neuen Stil des Duos: Statt düsterer Westernkost gibt es lockere Sprüche, skurrile Figuren und Prügeleien, die erstmals deutlich humorvoller inszeniert sind. Der enorme Erfolg des Films löste einen regelrechten Boom aus und machte die beiden Stars weit über Italien hinaus bekannt. Viele ihrer späteren Erfolgsrezepte wurden hier erstmals ausprobiert – und funktionierten auf Anhieb.

Platz 5: "Zwei außer Rand und Band" (1977)

Wenn Bud Spencer und Terence Hill Polizisten spielen, bleibt garantiert kein Streifenwagen heil. In "Zwei außer Rand und Band" (Montag, 15. Juni, 22.30 Uhr, Kabel Eins): geraten die beiden Kleinkriminellen Matt und Will eher zufällig in eine Polizeischule und werden dort prompt für neue Kadetten gehalten. Da sie ihre Tarnung nicht auffliegen lassen wollen, absolvieren sie widerwillig die Ausbildung – und sorgen dabei für ein Chaos nach dem anderen. Nach bestandener Prüfung landen sie schließlich im Polizeidienst, wo ihre unkonventionellen Methoden schnell für Aufsehen sorgen. Statt sich an Vorschriften zu halten, verlassen sie sich auf ihre Fäuste und ihren Instinkt.

Der Film lebt von seinem Tempo, den vielen Gags und den herrlich überzeichneten Figuren. Zugleich ist er eine liebevolle Persiflage auf klassische Polizei- und Actionfilme. Einer der lustigsten Beiträge aus der Hochphase des Kult-Duos.

Platz 4: "Zwei wie Pech und Schwefel" (1974)

Ein knallroter Buggy genügt, um einen der beliebtesten Spencer-und-Hill-Filme überhaupt in Gang zu setzen. Die Freunde Ben und Kid gewinnen bei einem Autorennen genau dieses Traumfahrzeug – nur um es kurz darauf durch eine Bande von Schlägern wieder zu verlieren. Die beiden beschließen, sich ihren Schaden ersetzen zu lassen, und geraten dabei an einen mächtigen Gangsterboss, der eine ganze Stadt kontrolliert. Was zunächst wie eine harmlose Rachegeschichte beginnt, entwickelt sich zu einer turbulenten Actionkomödie voller legendärer Prügeleien und Running Gags.

"Zwei wie Pech und Schwefel" gilt für viele Fans als die perfekte Verkörperung des Spencer-und-Hill-Prinzips: sympathische Helden, schräge Bösewichte, flotte Sprüche und eine Handlung, die nie ernst genug wird, um den Spaß auszubremsen. Nicht zuletzt machte der kultige Buggy den Film unsterblich.

Platz 3: "Vier Fäuste gegen Rio" (1984)

Spencer und Hill spielen in diesem Spätwerk gleich doppelt auf. Als Stuntman Elliot und Saxofonist Greg reisen sie nach Brasilien, wo sie auf zwei Millionäre treffen, die ihnen verblüffend ähnlich sehen. Die reichen Doppelgänger fürchten einen Anschlag und engagieren die beiden als ihre Stellvertreter. Damit beginnt ein Feuerwerk aus Verwechslungen, falschen Identitäten und missglückten Täuschungsmanövern.

Der Film nutzt die Doppelgänger-Idee konsequent aus und liefert dadurch zahlreiche komische Situationen. Gleichzeitig gibt es natürlich auch reichlich Action, wenn die Helden gegen Gangster und Intriganten antreten müssen. "Vier Fäuste gegen Rio" gehört zu den selbstironischsten Werken des Duos, weil Spencer und Hill hier mit ihrem eigenen Leinwandimage spielen. Das Ergebnis ist eine lockere, sonnige Abenteuerkomödie, die großen Spaß macht.

Platz 2: "Zwei Asse trumpfen auf" (1981)

Kaum ein Spencer-und-Hill-Film ist so hemmungslos verrückt wie "Zwei Asse trumpfen auf". Alan und Charlie können sich zunächst nicht ausstehen, stranden jedoch gemeinsam auf einer tropischen Insel und stoßen dort auf ein unglaubliches Geheimnis. Ein japanischer Soldat bewacht noch immer einen Schatz und glaubt, der Zweite Weltkrieg sei nie zu Ende gegangen. Gleichzeitig sind Piraten, Gangster und andere Glücksritter hinter dem Gold her.

Die Handlung springt munter zwischen Abenteuerfilm, Slapstick-Komödie und Schatzsuche hin und her – und genau das macht ihren Reiz aus. Der Film bietet einige der einfallsreichsten Gags des Duos und nutzt das Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller in Perfektion. Viele Fans halten "Zwei Asse trumpfen auf" für den lustigsten Film ihrer Karriere. Angesichts der hohen Trefferquote an komischen Szenen ist das keine gewagte Behauptung.

Platz 1: "Vier Fäuste für ein Halleluja" (1971)

Für viele Fans ist "Vier Fäuste für ein Halleluja" der Höhepunkt der gemeinsamen Karriere von Bud Spencer und Terence Hill. Als die Brüder Trinità und Bambino treffen die beiden erneut aufeinander und sorgen in einer Mischung aus Western, Komödie und Abenteuer für unvergessliche Unterhaltung. Eigentlich sind beide keine Musterbürger: Sie stehlen Pferde, betrügen bei Kartenspielen und nehmen es mit dem Gesetz nicht allzu genau. Doch als eine Bande von Verbrechern friedliche Siedler bedroht, schlagen sie sich auf die Seite der Schwachen.

Der Film perfektioniert alles, was schon den Vorgänger erfolgreich machte: die einzigartige Chemie der Hauptdarsteller, die humorvollen Prügeleien und den lockeren Umgang mit den Konventionen des Western-Genres. Mit mehr als zwölf Millionen Kinobesuchern allein in Deutschland wurde er zu einem der größten Kinoerfolge der 70er-Jahre – und zum wohl beliebtesten Spencer-und-Hill-Film überhaupt.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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