Carmelo Gómez

Lesermeinung
Geboren
02.01.1962 in Sahagún, León, Spanien
Alter
59 Jahre
Sternzeichen
Biografie
Carmelo Gómez' Karriere ist eng mit der des baskischen Regisseurs Julio Médem verbunden. Der Bauernjunge aus Sahagún verließ mit 18 Jahren sein Elternhaus, erzählte, er werde in drei Tagen zurückkehren und schob einen Besuch bei einem Freund in Salamanca vor, schloss sich aber in Wirklichkeit einer Theatertruppe an. Drei Jahre blieb er in Salamanca, dann zog es ihn nach Madrid an die Hochschule für Darstellende Kunst.

Sein Handwerk lernte er bei Miguel Narros, der ihn auch an das National Theater und später in die "Compañía Nacional de Teatro Clásico" brachte. Viele Jahre arbeitete Gómez am Theater und feierte zahlreiche Bühnenerfolge feiern. 1986 gab er sein Filmdebüt in Fernando Fernán-Gómez' "El viaje a ninguna parte". Außerdem sah man ihn 1988 in dem zumindest in Spanien kommerziell erfolgreichen Film "Bajarse al moro" unter der Regie von Fernando Colomo. Die gemeinsame Zusammenarbeit mit Julio Medem begann 1992 mit "Vacas - Kühe" und wurde erfolgreich mit "Das rote Eichhörnchen" (1993) und "Tierra" (1996) fortgesetzt. Internationale Bekanntheit erreichte Carmelo Gómez an der Seite von Javier Bardem in "Deine Zeit läuft ab, Killer" (1994). Neben dem Oscargewinner waren weitere Filme mit ihm relativ erfolgreich: "El detective y la muerte" (1994) und "Die Last mit der Lust" (1999).

In "Living It Up - Nur eine Woche Millionär" (2001) spielte Carmelo Gómez an der Seite von Salma Hayek einen depressiven Busfahrer, der bei dem Versuch sich das Leben zu nehmen, von einem Mann aufgehalten wird. Der Vorschlag, den der Fremde ihm im Anschluss macht, ist äußerst verwunderlich. Der potentielle Selbstmörder soll sich 100 Millionen bei einem Kredithai leihen, das Geld verprassen und sich anschließend von dem Geldverleiher umbringen lassen. Martin alias Carmelo Gómez geht auf den Vorschlag ein und lernt das Leben von einer anderen Seite kennen.

Erste internationale Gehversuche unternahm Gómez 2003 in der Produktion "Grimm" unter der Regie des Niederländers Alex Van Warmerdam. Nebenbei stand Gómez weiterhin auf der Bühne und für verschiedene TV-Produktionen vor er Kamera. Für seine Rollen in "El método" (2005) und "Deine Zeit läuft ab, Killer" erhielt er den spanischen Filmpreis Goya. Carmelo Gómez überzeugt jederzeit durch seine glänzende Darbietung. Er füllt die Rollen, die er übernimmt, vollkommen aus und brilliert als ETA-Terrorist, ebenso wie als betrogener Ehemann oder verwirrter Polizist. Ihm gelingt das spannende Spiel mit der gleichen Kunstfertigkeit wie die komödiantische Darstellung.

2006 übernahm er in Jorge Sánchez-Cabezudos Regiedebüt "Die Nacht der Sonnenblumen" die Rolle eines Ehemanns, der den Vergewaltiger seiner Frau sucht. In finsteren Bildern schildert der junge Regisseur wie sich die Suche zuspitzt und schließlich eskaliert. Carmelo Gómez überzeugt erneut und beweist, dass er auch das vielschichtige und packende Spiel beherrscht. Für "La casa de mi padre" stand er 2008 wiederum für das Spielfilmdebüt eines jungen Regisseurs vor der Kamera. Der 32-jährige baskische Regisseurs Gorka Merchán behandelt in dem Film das Problem der ETA. Neben Carmelo Gómez sieht man Juan José Ballesta und Verónica Echegui in den Hauptrollen.

Weitere Filme mit Carmelo Gómez: "Muerte a destiempo", "Süßes Gift" (beide 1989), "La otra historia de Rosendo Juárez", "Versión simultánea con traducción original" (beide 1990), "Don Quichote" (1991), "Celia" (TV-Serie), "Después del sueño" (beide 1992), "Canción de cuna" (1994), "Die Präsidentin" (Mehrteiler), "Entre rojas (beide 1995), "Tu nombre envenena mis sueños", "El perro del hortelano" (beide 1996), "Dem Tod auf der Spur", "Geheimnisse des Herzens" (beide 1997), "Mararía" (1998), "Extraños" (1999), "El portero" (2000), "La playa de los galgos", "Carols Reise", "Blicke aus dem Jenseits" (alle 2002), "Construir" (2003), "Luisa Sanfelice" (Mehrteiler), "¡Hay motivo!", "Anatomie des Grauens" (alle 2004), "Síndrome laboral" (2005), "Goal II: Living the Dream", "La carta esférica", "Oviedo Express" (alle 2007), "Cosas insignificantes" (2008), "Agallas" (2009).

Foto: arte F

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