Julio Médem

Julio Médem Lafont
Lesermeinung
Biografie
Autor und Regisseur Julio Médem studierte zunächst an der medizinischen Fakultät der Universität País Vasco. Nach seinem Abschluss 1985 wollte er eigentlich Psychoanalytiker werden. Da er sich aber bereits vor und auch während seines Studiums mit dem Film auseinandersetzte, versuchte er sich als Filmkritiker für die baskische Zeitung "La Voz de Euskadi". Schon Mitte der Siebzigerjahre hatte Médem erste filmische Gehversuche mit seiner Super-8-Kamera unternommen und als Regisseur und Autor mehrere Kurzfilme realisiert: "El Ciego" (1974), "El Jueves Pasado" (1977), "Fideos" (1979), "Si yo fuera un poeta... " (1981) und "Teatro en Soria" (1982). Bereits auf 35mm-Material drehte er die Kurzfilme "Patas en la Cabeza" (1985) und "Las Seis en Punta" (1987). Da Médem bei seinen Filmen auch selbst als Cutter Hand anlegte, montierte er die beiden Kurzfilme "El Puente" (1990) und "La Espalda del Cielo" (1988) von Germán Beltrán. Für "Patas en la Cabeza" erhielt Médem beim Baskischen Filmfest in Bilbao den Großen Preis und für "La Espalda del Cielo" erhielt er beim gleichen Festival den Telenorte Preis für den besten spanischen Kurzfilm. Mit "Martin" (1988, 30 Minuten) und "El Diario Vasco" (1989) folgten zwei halblange Werke.

1987 war er Regie-Assisstent und Cutter bei dem Film "Crónica de la Segunda Guerra Carlista". 1991 drehte er mit "Vacas - Kühe" seinen ersten langen Spielfilm, der wie alle folgenden vielfach international ausgezeichnet wurde. Hier schildert er eindringlich eine Familienfehde, die mehrere Generationen umfasst. Preise erhielt er in Tokio, vom British Film Institute, einen spanischen Goya als bester neuer Regisseur sowie in Frankreich. Für die ungewöhnliche Liebesgeschichte "Das rote Eichhörnchen" (1993) wurde er nicht nur in Cannes, Fort Lauderdale und Denver ausgezeichnet, er bekam auch den Luis-Buñuel-Preis für den besten Film des Jahres.

Nachdem er für Icíar Bollaíns Film "Hola, Estás Sola?" (1995) als Co-Autor tätig war, drehte er 1996 mit "Tierra" eine weitere Reflektion über die Liebe und das Leben. In Cannes wurde er für die Goldene Palme und in Brüssel als bester europäischer Film nominiert. Alberto Iglesias Musik wurde mit einem Goya ausgezeichnet, Médem als bester Regisseur und Silke als beste Nachwuchsdarstellerin nominiert und in São Paulo erhielt er den Preis der Filmkritik.

Ebenso erfolgreich war "Die Liebenden des Polarkreises", der wiederum für den Goldenen Löwen in Venedig, in Brüssel, für Goyas und den Crystal Award nominiert war und in Athen den Publikumspreis erhielt. Mit "Lucía und der Sex" konnte er erneut diverse Preise und Nominierungen erzielen. Zwischenzeitlich hatte Médem auch eine kleine Rolle in dem Film "Airbag" übernommen. Hier ist übrigens Javier Bardem auch als Schauspieler in den Telenovelas zu sehen. Médems Werk "La pelota vasca - la piel contra la piedra" (2003) ist ein Dokumentarfilm, der sich neben des seltsamen baskischen Ballsports Pelota mit der baskisch-nationalistischen Bewegung und dem politischen Konflikt in seiner baskischen Heimat auseinandersetzt. Trotz der relativ objektiven Problembetrachtung führte der Film in Spanien wie auch im Umfeld des London International Film Festival zu hitzigsten Debatten und Eklats. Eine recht eigenartige Regiearbeit entstand auch 2007 mit "Caótica Ana", deutlich besser war wieder der Erotikfilm "Eine Nacht in Rom" (2010), und 2012 beteiligte sich Medem an dem Episodenfilm "7 Tage in Havanna".

Seinen Sohn Peru setzte Médem als Kinderdarsteller in "Die Liebenden des Polarkreises" ein. Mit der Schauspielerin Emma Suárez, die in Médems ersten drei Filmen die Hauptrolle spielt, war der Regisseur mehrere Jahre liiert. Die Zusammenarbeit und auch das Zusammenleben mit ihr endete offenbar, als Médem aus Hollywood das Angebot bekam, mit ihr und Antonio Banderas in den Hauptrollen den Abenteuerstreifen "Die Maske des Zorro" zu inszenieren und Médem dies ablehnte. Für Emma Suárez wäre dies möglicherweise der Durchbruch in Hollywood gewesen. Die ihr zugedachte Rolle übernahm später Catherine Zeta-Jones.

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