Sammo Hung Kam-Bo

Ein Star des Hongkong-Action-Kinos: Sammo Hung Kam-Bo Vergrößern
Ein Star des Hongkong-Action-Kinos: Sammo Hung Kam-Bo
Sammo Hung Kam-Bo
Geboren: 07.01.1952 in Hongkong, China

Nicht viele Menschen in seinem Alter springen noch per Salto vorwärts von einem Auto, drücken sich mit Armen und Beinen an einer Wand hoch, kämpfen mit zehn Leuten gleichzeitig und legen alle flach, machen die Stunts selbst, versprühen dabei einen spitzbübischen Charme und sehen so aus, als könnten sie kein Wässerchen trüben. Die Rede ist nicht von Jackie Chan, sondern von seinem "großen Bruder" Sammo Hung, der Locker 50 Kilo mehr auf die Waage bringt, aber nicht nur deswegen in Asien mindestens ebenso dick im Geschäft ist.

Sammo Hung Kam-Bo wurde sozusagen in die Filmbranche hinein geboren: Sein Großvater war Filmproduzent, seine Eltern arbeiteten ebenfalls in der Filmindustrie. Da sie keine Zeit für die Erziehung hatten, wuchs Sammo bei den Großeltern auf. Bei einem Besuch der Peking Oper gefielen ihm die Darbietungen so gut, dass er seine Großeltern dazu überredete, ihn zu Sifu Yu Jim-Yuen auf die berühmt- berüchtigte Schule der Peking Oper zu schicken.

Sammo erfuhr schnell, was es heißt, einen brutalen Meister als Ausbilder zu haben (in dem FiLm "Painted Faces" von 1988 schlüpfte er selbst in die Rolle des Sifu). Schläge und Essensentzug waren an der Tagesordnung, trainiert wurde bis zum Umfallen, in der Freizeit maßen sich die Schüler im Straßenkampf mit anderen Kindern. Andenken an diese Zeit: ein mit 23 Stichen genähter Schnitt über Sammos Lippe.

Die harte Ausbildung schweißte Sammo, den zwei Jahre jüngeren Jackie Chan, Yuen Biao und noch einige andere zusammen. Sammo war zwar nicht der Älteste, wohl aber der Geschickteste und galt deshalb unter den Jungen als der "große Bruder". Er und die anderen kamen zum Film, weiL die Filmindustrie Hongkongs mit ihrem hohen Ausstoß immer wieder Kinder brauchte, die schauspielern konnten und körperlich robust waren. Für die Schüler waren die Filme Flucht vor der harten Ausbildung. "Wir gingen dorthin, um aus der Schule herauszukommen," erinnert sich Sammo Hung. "Wir waren einfach glücklich, in die Studios zu gehen. An die Zukunft dachten wir dabei nie."

Seine erste Filmrolle spielte Sammo schon im Alter von neun Jahren, mit 16 hatte er eine Nebenrolle in King Hus Klassiker "Ein Hauch von Zen", der in Cannes die Goldene Palme gewann. Danach war er Stuntman in Martial-Arts-Filmen, ab 1971 entwickelte er Choreographien für die Kampfszenen. Zwei Jahre später führte er bei den Actionsequenzen Regie und spielte Nebenrollen. Ab 1976 übernahm Sammo auch die Produktion, zwei Jahre später erfolLgte mit der Martial-Arts-Komödie "The Iron-Fisted Monk" sein Debüt als Regisseur. Seitdem macht er in den meisten seiner Filme fast alles seLbst: Produktion, Regie, Stunts, Stunt-Choreographie, Hauptrolle, manchmal auch das DreUbuch. So hat er bis jetzt an über 140 Filmen mitgearbeitet.

Bei Dreharbeiten freundete sich Sammo Hung auch mit dem großen Bruce Lee an. Lee war beeindruckt von Hungs Kampfkraft und seiner FurchtLosigkeit. "Zu dieser Zeit machte ich alles. Ich sprang aus dem dritten Stock, ohne dass Kisten den Aufprall bremsten. Man ließ sich bloß fallen. Ich sagte niemals nein." Sammo hatte in den Bruce-Lee-FiLmen Cameoauftritte und war für die Stunt-Choreographie verantwortlich, zuletzt bei "Bruce Lee - Mein letzter Kampf", der erst Jahre nach Lees Tod ins Kino kam.

Nach dem Tod von Bruce Lee folgte in Hongkong die große Zeit des Sammo Hung, der eine neue Art von Action-Filmen entwickelte, die Martial-Arts-Komödie. Da er wegen seines Ubergewichts nicht den Ritter auf dem weißen Pferd spielen konnte, nannte er einen seiner Filme "Der kkeine Dicke mit dem Superschlag". Er spielte immer wieder den behäbigen, erfolglosen Kleingauner, der von den anderen ausgenutzt wird, am Ende aber doch siegt.

In der 80er Jahren war Sammo Hung der berühmteste Schauspieler von Hongkong und damit von ganz Ostasien, er drehte bis zu vier Filme pro Jahr und gründete mehrere Produktionsgesellschaften. Es gab eine regelrechte Sammo Hung-Familie, der neben Jackie Chan und Yuen Biao noch eine Reihe weiterer Schauspieler angehörten. Aber die Zusammenarbeit der "drei Brüder" Hung, Chan und Biao zerbrach am pLötzlich eintretenden internationalen Erfolg von Jackie Chan. Auch Sammo drehte in den 90er Jahren weiterhin einen Film nach dem anderen, aber der Erfolg Ließ nach.

Der "kleine Bruder" Jackie wagte in den 90er Jahren den Sprung über den großen Teich und hat es geschafft. Nachdem seine Filme "RumbLe in the Bronx" und "Rush Hour~ in den USA Mega-Hits waren, gilt er als Weltstar. Seit Sammo Hung bei Jackie Chans Film "Mr. Nice Guy" Regie führte - und eine witzige Nebenrolle als leidgeplagter Fahrradkurier spielte -, ist auch er dem Ruf aus den USA gefolgt.

Dort spielt er die Hauptrolle in der erfolgreichen Krimi- Action-Serie "Martial Law", die perfekte asiatische Martia-Arts-Künste mit amerikanischen Kriminalfällen kombiniert. Sammos Humor und seine trotz des stattlichen Umfangs virtuose Kampfkunst dominieren die in den USA sehr beliebte Serie, und der Held darf zeigen, daß er körperlich noch immer topfit ist.

Wichtigste Filme: "Ein Hauch von Zen" (1968), "er Mann mit der Todeskralle" (1973), "Der Mann von Hongkong" (1975), "The Iron-Fisted Monk" (1978), "Der kleine Dicke mit dem Superschlag" (1978), "Knockabout" (1979), "The Prodigal Son" (1981), "Winners and Sinners" (1982), "Project A" (1983), "Powerman 1-3" (1986), "Tokyo Powerman" (1986), "Eastern Condors" (1987), "Action Hunter" (1988), "Born to Fight" (1989), "Slickers vs. Killers" (1992), "Ashes of Time" (1994), "Stunt Woman" (1996), "Once upon a Time in China & America" (1996), "Mr. Nice Guy" (1997).

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