42 - Die Antwort auf fast alles
22.03.2026 • 09:00 - 09:30 Uhr
Info, Wissenschaft
Lesermeinung
Dass unser Gehirn auf Drogen reagiert, ist kein Zufall: Sie stimulieren das Gehirn viel stärker als natürliche Reize wie Nahrung oder Sex.
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Der Rausch gehört zu den fundamentalen Bedürfnissen des Menschen und ist Teil menschlicher Selbstbestimmung.
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Originaltitel
42: Die Antwort auf fast alles
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
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42 - Die Antwort auf fast alles

Eine Welt ohne Sucht - das klingt so realistisch wie der Bau einer Metropole auf dem Mars. Besonders harte Drogen, die einen starkem Suchtdruck auslösen, wie das Schmerzmittel Fentanyl, führen bei vielen Betroffenen zu Rückfällen. Die Suchthistorikerin Helena Barop ordnet ein, wie die zunehmende Verfügbarkeit und die gesellschaftliche Präsenz von Drogen zu einer süchtigen Gesellschaft beitragen. Der Neurowissenschaftler Colin Haile von der Universität Houston will das Problem an der Wurzel packen und Sucht verhindern, bevor sie entstehen kann. Er forscht an einer Anti-Fentanyl-Impfung. Diese soll dafür sorgen, dass Fentanyl im Körper nicht mehr wirkt. Doch warum werden wir überhaupt süchtig? Das liegt vor allem daran, dass das Belohnungssystem im Gehirn darauf ausgelegt ist, auf bestimmte Reize anzusprechen - Drogen docken häufig genau dort an, wo auch körpereigene Stoffe wirken. ʺEs ist so, dass Drogen letztendlich das System kidnappenʺ, erklärt der Psychopharmakologe Rainer Spanagel. Trotz gleicher Anatomie ist die individuelle Suchtanfälligkeit sehr unterschiedlich. Der Genetiker Markus Hengstschläger von der Universität Wien zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit und Geschwindigkeit einer Suchtentwicklung durch ein Zusammenspiel von Genetik und Umwelt bestimmt wird. Aber was wäre, wenn wir jede Form von Sucht beseitigen könnten - und damit auch jeden Rausch? Wollen wir das überhaupt?

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